Hamburg-Wilhelmsburg

AfD feiert Oktoberfest – Polizei mit Großaufgebot vor Ort

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Beim Oktoberfest der AfD Hamburg wurde dieses Mal nichts dem Zufall überlassen: Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Beim Oktoberfest der AfD Hamburg wurde dieses Mal nichts dem Zufall überlassen: Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Foto: Michael Arning

Hamburger AfD feiert mit 300 Gästen aus ganz Europa. Die linke Szene stört mit Gegen-Demo die Party in Wilhelmsburg.

Hamburg-Wilhelmsburg. Die Polizei Hamburg ist am Sonnabend zu einem Großeinsatz in Wilhelmsburg ausgerückt. Grund dafür war das Oktoberfest der Hamburger AfD, das dort am Nachmittag ausgerichtet wurde.

Die Party wurde zwar auf einem privaten Grundstück gefeiert, doch zuletzt hatte die linke Szene in Hamburg immer wieder von ähnlichen Veranstaltungen Wind bekommen und sich vor Ort zu Demos versammelt.

AfD-Oktoberfest: Polizei Hamburg rechnet mit 400 gewaltbereiten Linken

Die Polizei sicherte den Bereich um das Haus von AfD-Bezirkspolitikerin Nicole Jordan mit Absperrgitter, auch mehrere Wasserwerfer standen bereit. Die Demonstranten der linken Szene waren ab 13.30 Uhr vor Ort. Gegen 15.30 Uhr waren dort circa 150 Teilnehmer versammelt.

Um 16 Uhr traf ein Bus mit 20 Gästen am Veranstaltungsort ein. Zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt circa 40 Gäste vor Ort. Einer ging bereits mit den Worten: „Der Krach ist ja nicht auszuhalten“ wieder. Die Aussage bezog sich wohl auf die Musik der Demonstranten, bei der eine Lautstärke von 110 Dezibel gemessen wurde.

AfD-Oktoberfest in Wilhelmsburg: Polizei rechnet mit 400 gewaltbereiten Linken

Nach Informationen des Abendblatts wurde ein Gast, der mit einem Auto anreiste, von den Demonstranten bedrängt. Sie wurden aber schnell von der Polizei abgedrängt. Alle Besucher von Jordan wurden vom eigenen Sicherheitsdienst bei Betreten des Grundstücks abgetastet und durchsucht. Um kurz nach 16.30 Uhr fuhr der Europaabgeordnete Nicolaus Fest mit einem Taxi vor.

Wie der Lagedienst der Hamburger Polizei am frühen Abend mitteilte, war es jedoch recht ruhig geblieben. So befanden sich gegen 18 Uhr nur noch rund 50 Demonstranten vor Ort, die sich auf den gesamten Bereich verteilten. Insgesamt war es friedlich zugegangen.

Die Polizei Hamburg hatte im Vorfeld mit etwa 400 gewaltbereiten Linken gerechnet, die unter dem Motto "AfD über den Jordan jagen" das Oktoberfest in Wilhelmsburg stören wollten. Das Motto ist eine Anspielung auf Nicole Jordan. Die AfD-Frau aus Hamburg-Mitte wohnt dort. Vor ihrem Grundstück in Wilhelmsburg hatte es immer wieder Demos gegeben, die zuletzt sogar in einer Schlägerei mündeten, bei der Jordans Ehemann krankenhausreif geschlagen wurde.

AfD-Politiker aus ganz Europa in Wilhelmsburg erwartet

Die AfD hatte für das Oktoberfest, das offiziell ab 15 Uhr begann, eigens einen Bustransfer vom Hauptbahnhof für anreisende Politiker initiiert. Die Partei erwartete nach Erkenntnissen der Polizei etwa 300 Gäste aus verschiedenen europäischen Staaten.

Neben der Europaabgeordneten Nicolaus Fest sollte auch der Österreicher Roman Haider kommen. Ebenfalls dabei: Bernd Baumann, erster parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion und Dirk Nockemann, Landesvorsitzender der AfD Hamburg.

( HA )