Stadtentwicklung

Neues Wohnquartier in Hamm – nicht allen gefallen die Pläne

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Wohnen am Wasser: 800 neue Wohnungen entstehen im Quartier Osterbrookhöfe.

Wohnen am Wasser: 800 neue Wohnungen entstehen im Quartier Osterbrookhöfe.

Foto: Zillerplus Architekten

Geplant sind mehr als 800 Wohnungen, davon mehr als die Hälfte als öffentlich geförderte Mietwohnungen.

Hamburg. Die ersten Bäume im Süden Hamms sind bereits gefällt. Zwischen Wendenstraße und Südkanal wird in den kommenden Jahren das neue Wohnquartier „Osterbrookhöfe“ errichtet. Geplant sind mehr als 800 Wohnungen, davon mehr als die Hälfte als öffentlich geförderte Mietwohnungen. Des Weiteren sollen drei Kitas, ein Quartierscafé, Nah­einkaufsmöglichkeiten sowie ein moderner Sportcampus inklusive Hallenbad mit einer Außenliegefläche entstehen.

Während CDU, SPD und FDP das Projekt „Osterbrookhöfe“ als innovatives Modellprojekt loben, stößt es bei manchen Menschen vor Ort auf Kritik. Streitpunkt ist das Freibad Aschberg, das im Zuge der Neubebauung abgerissen werden soll. Der vermeintliche Ersatz des beliebten Freizeitbads mit Sprungturm, Wasserrutsche, weitläufigen Liegewiesen und 50-Meter-Becken durch eine 20 mal sieben Meter kleine Quartiersschwimmhalle stößt auf Ablehnung und Empörung. Mehr als 5000 Menschen hatten zuletzt eine Online-Petition gegen den Abriss des Bades unterzeichnet.

Indoor-Quartiersbad mit großer Liegewiese

HambSo heißt es vom Stadtteilbeirat Rothenburgsort: „Das Freibad Aschberg ist seit Generationen ein wichtiger Ort der Freizeitgestaltung, der Erholung und des Sports. Es ist ein Ort der Begegnung von Menschen unterschiedlichen Einkommens, Alters, unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt wirksam unterstützt. Der in Aussicht genommene Bau kann nicht ernsthaft als Ersatz für das Bad bezeichnet werden. Wir fordern die beteiligten Investoren und Genehmigungsbehörden auf, die Planung der Wohnbebauung in Hamm dahingehend zu überarbeiten, dass das Freibad Aschberg am derzeitigen Standort mit seinem heutigen Charakter erhalten bleibt.“

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Das Freibad auf dem Aschberggelände werde künftig ganzjährig nutzbar sein, da es in ein Indoor-Quartiersbad mit großer Liegewiese umgebaut werden soll, argumentieren hingegen SPD, CDU und FDP in einer Mitteilung. Ziel sei es, eine Sport- und Freizeitnutzung konzentriert an einem Standort anzubieten. Zur konkreten Gestaltung des Multifunktionshauses gebe es derzeit einen städtebaulichen Wettbewerb.

( hspml )