Wahlkampf

Beatrix von Storch in Wilhelmsburg nicht willkommen

Beatrix von Storch im Reichstag.

Beatrix von Storch im Reichstag.

Foto: Gregor Fischer / dpa

Die AfD wollte eine Wahlkampfveranstaltung im Restaurant Kupferkrug abhalten. Warum es dazu am Donnerstag nicht kommt.

Hamburg. Das Restaurant Kupferkrug in Wilhelmsburg wirbt auf seiner Webseite mit traditioneller deutscher Küche, mit einer Kegelbahn und der Möglichkeit "unbeschwert feiern" zu gehen. Das schien einen Nerv zu treffen bei der AfD, die dort am Donnerstag eine Wahlkampfveranstaltung mit Beatrix von Storch abhalten wollte.

Bei der Anmeldung, so schildert es Oliver Rege, der Sohn des Inhabers, auf Abendblatt-Anfrage, sei aber nicht klar gewesen, wer da eigentlich den Veranstaltungsraum mieten wollte. Auch bei einem Besuch vor Ort habe sich der Besucher nicht als Mitglied der rechten Partei zu erkennen gegeben.

AfD in Wilhelmsburg? "Ich wollte schon am Sonnabend absagen"

Erst am Freitag, bei der schriftlichen Bestätigung der Saalmiete, sei der Parteiname erstmals aufgetaucht. "Und ich wollte schon direkt am Sonnabend wieder absagen", erklärt Rege. Allerdings habe er niemanden erreicht, weswegen sich das verzögert hätte.

Parallel war auch das "Hamburger Bündnis gegen Rechts" auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und hatte am Sonntag einen offenen Brief veröffentlicht, in dem ebenfalls gefordert wird, die AfD-Veranstaltung abzusagen.

Auf Abendblatt-Anfrage teilte Robert Offermann, Sprecher der AfD-Fraktion in der Bürgerschaft mit, es habe sich nicht um eine Wahl-, sondern um eine Fraktionsveranstaltung gehandelt. Zum Ablauf der Anfrage beim Restaurant Kupferkrug machte Offermann keine Angaben. Man sei "gerade im Klärungsprozess, wo die Veranstaltung stattfinden wird".

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