Modellprojekt

Billstedter Gesundheitskiosk wird zur festen Einrichtung

Informationsbroschüren im  Gesundheitskiosk in Hamburg (Archiv)

Informationsbroschüren im Gesundheitskiosk in Hamburg (Archiv)

Foto: dpa

Die Finanzierung des Leuchtturmprojekts ist nun dauerhaft gesichert. Kiosk bietet unkomplizierten Zugang zum Gesundheitssystem.

Hamburg. Erst vor wenigen Wochen haben die ARD-„Tagesthemen“ über das Modellprojekt berichtet: Der Gesundheitskiosk Billstedt/Horn hat wegen seines unkomplizierten Zugangs zum Gesundheitssystem eine gewisse Berühmtheit erlangt. Jetzt steht fest, dass das Projekt fortgeführt werden kann. Am Donnerstag wurden entsprechende Verträge unterzeichnet, mit der die Finanzierung des Kiosks dauerhaft gesichert ist. Im September 2017 wurde der Gesundheitskiosk eröffnet, seitdem sind dort mehr als 6200 Patienten beraten worden.

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sagte bei der Unterzeichnung des Vertrags: „Der Gesundheitskiosk hat als bundesweit einmaliges Leuchtturmprojekt gezeigt, wie erfolgreich eine sektorenübergreifende Kooperation sein kann.“ Der Kiosk arbeitet mit Pflegeeinrichtungen, Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern und weiteren medizinischen Einrichtungen zusammen.

Pflegekräfte beherrschen mehrere Sprachen

Für die Beratungen stehen Pflegekräfte bereit, die mehrere Sprachen beherrschen – in dem kulturell vielfältigen Stadtteil ist das besonders wichtig. „Hier drehen sich die Strukturen um die Patienten – und nicht andersherum“, sagte Prüfer-Storcks.

Der Kiosk wird von den vier Krankenkassen AOK Rheinland/Hamburg, Techniker, Barmer und AOK finanziert. Die Wirksamkeit der Arbeit wird vom „Center for Health Economics“ der Universität Hamburg bewertet. Ende des kommenden Jahres sollen die Ergebnisse vorliegen.