ARD-Serie

„Kanzlei“-Crew obdachlos nach Feuer – Drehstart in Hamburg

Herbert Knaup als Markus Gellert und Sabine Postel als Isabel von Brede am Set der Dreharbeiten für die vierte Staffel der Anwaltsserie „Die Kanzlei".

Herbert Knaup als Markus Gellert und Sabine Postel als Isabel von Brede am Set der Dreharbeiten für die vierte Staffel der Anwaltsserie „Die Kanzlei".

Foto: Mohssen Assanimoghaddam / dpa

Zu Beginn der neuen Staffel brennt das Büro des Anwaltsduos aus. Auch in der Realität muss eine neue Location her.

Hamburg.  Na, das geht ja gut los. Gleich zu Beginn der ersten Folge der neuen Staffel der ARD-Sendung „Die Kanzlei“ trifft es das ohnehin chronisch geldklamme Hamburger Anwaltsduo Isa von Brede (Sabine Postel) und Partner Markus Gellert (Herbert Knaup) hart: Ihr Anwaltsbüro an der Kaiser-Wilhelm-Straße steht in Flammen. Und weil erst mal keine neue Bleibe in Sicht ist, müssen ungewöhnliche Übergangslösungen gefunden werden.

Und tatsächlich ist das Drehbuch nicht aus der Luft gegriffen. Denn: Das Kanzlei-Team sucht auch in Wirklichkeit nach einem neuen Drehort. An der bisherigen Adresse, der Kaiser-Wilhelm-Straße, habe vieles nicht gestimmt, wie Herbert Knaup und Sabine Postel hinter den Kulissen erzählen. „Es war oft laut, und die Luft war an der viel befahrenen Straße auch oft nicht gut. Wir weinen jedenfalls nicht darum, dass wir neue Räume bekommen“, so Sabine Postel.

„Wenn wir es uns wünschen könnten, wäre uns ein Drehort mit etwas mehr Kiez-Stimmung und weniger Geschäftsviertel-Flair am liebsten“, so Knaup. „Auch, weil das dazu passen würde, dass wir in der Sendung Menschen vertreten, die weniger betucht sind“, so Knaup weiter. Der Umzug soll spätestens im Herbst stattfinden. Aber bis es so weit ist, hat das Drehbuch andere Lösungen parat. So wird die „Kanzlei-Crew“ zuerst in das Gartenhaus eines FKK-Clubs und später in die Serien-Wohnung von Markus Gellert ziehen.

Stressige Drehtage in Hamburg

„Die Kanzlei“ ist aus der Sendung „Der Dicke“ hervorgegangen, in der Sabine Postel mit Dieter Pfaff in den Hauptrollen zu sehen war. Nach dem Tod von Pfaff 2013 übernahm Knaup, und die Sendung wurde unter dem Namen „Die Kanzlei“ fortgesetzt.

Die Drehtage in Hamburg sind für gewöhnlich lang und stressig. Umso wichtiger sei es, dass man gut miteinander auskomme. „Bei uns stimmt die Chemie“, betonen Knaup und Postel.

Die dritte Staffel, die von November 2018 bis Januar 2019 im Ersten zu sehen war, erreichte in der Spitze 5,17 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 16,8 Prozent. „Dass die Sendung so erfolgreich ist, freut uns natürlich sehr“, so Postel. Die vierte Staffel soll 2020 jeweils dienstags um 20.15 Uhr im Ersten gezeigt werden. Fans können sich auf neue Fälle freuen, in denen es um Brandstiftung, Stalking, aktive Sterbehilfe und Erpressung geht. Und auch im Privaten soll es nicht langweilig werden.

Die Dreharbeiten an der Kaiser-Wilhelm-Straße dauerten am Montag noch bis in den Abend hinein an – aber zur Entwarnung für alle Anwohner: natürlich ohne echtes Feuer.