Hamburg

Sanierung des Bismarck-Denkmals soll 2019 beginnen

Das überdimensionale Bismarck-Denkmal am Hamburger Hafen

Das überdimensionale Bismarck-Denkmal am Hamburger Hafen

Foto: picture alliance

Der Eiserne Kanzler am Hafen verkommt seit Jahren. Die Renovierung soll 13 Millionen Euro kosten.

Hamburg. Das insgesamt 34 Meter hohe Bismarck-Monument, das über dem Hamburger Hafen thront, ist schon seit langem sanierungsbedürftig. Sockel und Mauern haben Risse, in die Katakomben unter dem Eisernen Kanzler dringt Wasser ein. Deswegen wurde bereits vor einigen Jahren der Plan gefasst, Hamburgs größtes Denkmal (das gleichzeitig die größte Bismarck-Statue der Welt ist) instandzusetzen.

Nun sind die sogenannten Bauwerksuntersuchungen, die den genauen Umfang der benötigten Arbeiten beziffern, abgeschlossen, und der Zeitplan steht: Im März 2019 beginnen die Arbeiten am "Koloss vom Elbpark", wie Sorina Weiland, Sprecherin des Bezirksamts Mitte, bestätigte. Neben dem Monument wird auch der es umgebende Alte Elbpark saniert. Die Arbeiten werden ein bis anderthalb Jahre dauern.

Die anvisierten Kosten von rund 13 Millionen Euro sollen Bund und die Stadt Hamburg je zur Hälfte tragen, die Förderanträge sind bereits beim Bund eingereicht. Zuerst hatte NDR 90,3 über den aktuellen Stand der Sanierungsbemühungen berichtet.

Bismarck war einmal Luftschutzbunker

Die Hamburger Bismarck-Statue wurde 1906 enthüllt. Sie erinnert formal an Rolandstatuen, die seit dem Mittelalter in vielen Städten als Ausdruck bürgerlicher Rechte in Städten aufgestellt wurden – allerdings zumeist weniger monumental: Allein der Kopf des Eisernen Kanzlers ist mannshoch, die gesamte Figur misst fast 15 Meter.

Die Nationalsozialisten brachten in den Kammern unter dem Denkmal aus bis heute ungeklärten Gründen riesige Malereien an, die unter anderem Reichsadler, Hakenkreuze und völkische Sinn(los)sprüche zeigen. Während des Zweiten Weltkrieges diente das Monument als Luftschutzbunker. Eine in der Nähe eingeschlagene Fliegerbombe führte zu ersten Schäden am Denkmal. Diese wurden in der Nachkriegszeit nur notdürftig behoben. Im Lauf der Jahre drang immer wieder Wasser ein.