Autoverkehr

Mönckebergstraße – Grüne beharren auf Schranken

Nicht genehmigter Verkehr in der Mönckebergstraße

Nicht genehmigter Verkehr in der Mönckebergstraße

Foto: Klaus Bodig / HA / Klaus Bodig

Hamburger, die mit ihrem Auto durch die "Mö" fahren oder dort parken, behindern Busse, Radler, Fußgänger. Grüne machen Druck.

Hamburg. Die Mönckebergstraße wird weiterhin von vielen Autofahrern widerrechtlich als Durchfahrtstraße oder zum Parken genutzt. Die Folge: Lieferanten und Handwerker, die dort parken dürften, finden keine Stellflächen und stellen ihre Fahrzeuge auf der Fahrbahn ab. „Das behindert Busse und Fahrradfahrer, die durch das zusätzliche Fahrzeug-Aufkommen ohnehin schon genervt sind“, sagt Michael Osterburg, verkehrspolitscher Sprecher der Grünen. „Gleichzeitig beklagen Fußgänger die zugeparkten Gehwege.“

Lösung könnten Schranken oder Poller sein

Die Grünen hatten bereits vor Monaten gefordert, das Einfahren in die Mönckebergstraße durch eine Schranke oder versenkbare Poller zu kontrollieren. Weil das Bezirksamt Hamburg-Mitte keinen Handlungsbedarf sah, brachte Osterburg das Thema am Mittwoch vor dem Verkehrausschusses erneut zur Sprache. „Die Verwaltung soll Lösungsvorschläge machen, wie sie die Privat-Pkw aus der Mönckebergstraße raushalten will“, fordert er. Zudem müssten die Ergebnisse der Polizeikontrolle, die es Ende März in den Einkaufsstraße gegeben habe, öffentlich bekanntgegeben und diskutiert werden.

Polizei bestreitet Schwerpunkteinsatz

Die Polizei bestreitet, dass sie einen solchen Schwerpukteinsatz durchgeführt hat. Sollte es Kontrollen gegeben haben, wären diese aus anderem Anlass durchgeführt worden. Tatsächlich aber versichert Martin Bill, verkehrspolitscher Sprecher der Grünen in der Bürgerschaft, am 23. März beobachtet zu haben, dass Polizeibeamte gezielt Autos, die in die Mönckebergstraße eingebogen waren, angehalten hatten. Auch Bill fordert, dass Privatautos aus der Mönckebergstraße rausgehalten werden müssten – durch Schranken und Poller oder Kontrollen und Bußgelder.