Robin Wood

Umweltaktivisten seilen sich von Grünen-Zentrale ab

Naturschutzaktivisten von Robin Wood haben sich am Dienstag vor dem Büro des Landesverbands der Grünen in der Burchhardstraße abgeseilt und ein Transparent mit der Aufschrift "Urantransporte stoppen! Sofort!" entrollt

Naturschutzaktivisten von Robin Wood haben sich am Dienstag vor dem Büro des Landesverbands der Grünen in der Burchhardstraße abgeseilt und ein Transparent mit der Aufschrift "Urantransporte stoppen! Sofort!" entrollt

Foto: Michael Arning / HA

Aktivisten der Umweltorganisation „Robin Wood“ protestieren in Hamburg gegen Urantransporte. Grüne begrüßen die Protestaktion.

Hamburg.  Den Ort für ihre Protestaktion haben sich die Aktivisten der Umweltorganisation „Robin Wood“ sicher mit Bedacht ausgesucht: Am Dienstagvormittag seilten sich zwei Umweltaktivisten von der Grünen-Zentrale an der Burchardstraße ab, und brachten in dort in etwa zehn Meter Höhe Transparente mit einem Totenkopf und der Aufschrift „Urantransporte stoppen! Sofort!“ an.

Gegen 11 Uhr trafen Polizei und Feuerwehr an der Einsatzstelle ein. „Zwei Aktivisten hatten sich vom Dach abgeseilt und zwei mal drei Meter große Transparente angebracht, zwei weitere Personen befanden sich noch auf dem Dach“, sagte eine Polizeisprecherin.

Grüne begrüßen Aktion von "Robin Wood"

Die Feuerwehr brachte eine Drehleiter in Stellung. „Wir haben geprüft, ob die Personen richtig gesichert waren“, so ein Sprecher der Feuerwehr. Da die Aktivisten sich vernünftig abgesichert hatten, wurde der Einsatz gegen 12.30 Uhr beendet.

Auch die Hamburger Grünen äußerten sich zu der Protestaktion. „Ich finde es gut, dass 'Robin Wood' heute auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht hat", sagte Anjes Tjarks, Vorsitzender und hafenpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion. "Wir Grüne teilen dieses Ziel ganz eindeutig: Wir wollen möglichst wenig Umschlag von hochradioaktivem Material im Hamburger Hafen."

Im Koalitionsvertrag sei vereinbart, bei den Hamburger Hafenunternehmen auf eine freiwillige Selbstbeschränkung hinzuwirken. "Genau das tun wir", sagte Tjarks. "Die Gespräche sind auch auf einem guten Weg und wir sind optimistisch, in dieser Legislaturperiode das Ziel zu erreichen, das wir gemeinsam mit Robin Wood haben: kein Umschlag von hochradioaktivem Müll in unserem Hamburger Hafen.“