Innenstadt

Wäschehaus Möhring verlässt den Neuen Wall

Volle Straßen zur Vorweihnachtszeit auch am Neuen Wall

Volle Straßen zur Vorweihnachtszeit auch am Neuen Wall

Foto: Roland Magunia

Der Mietvertrag für das Eckgebäude an der Schleusenbrücke läuft zum 30. Juni aus. Doch es gibt bereits einen neuen Standort.

Hamburg. Schon wieder verlässt ein Hamburger Traditionsunternehmen den Neuen Wall: Das 1802 gegründete Wäschehaus Möhring zieht aus dem Eckgebäude an der Schleusenbrücke an den Großen Burstah. „Unser Mietvertrag läuft zum 30. Juni aus. Die Verhandlungen über einen neuen Vertrag scheiterten an dem Preis“, sagte Geschäftsführer Arno Schmidt auf Anfrage des Abendblatts.

Möhring sitzt seit 1958 an der prominenten Lage, derzeit mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern. „Für uns ist das eine Riesen-Zäsur“, so Schmidt. Der Umzug ist für Mitte 2017 geplant. Dann sollen zunächst Sanierungsarbeiten in dem Gebäude gemacht werden. Die „Bild“ -Zeitung hatte zuerst über die Pläne berichtet.

Bis zu 280 Euro pro Quadratmeter

Am neuen Standort im Frankonia-Gebäude treffen die feinen Wäsche-Händler auf alte Nachbarn: Die Hamburger Habitat-Filiale war vom Neuen Wall ins Nikolai-Viertel gezogen. Auch das Einrichtungshaus Bornhold hat die Edel-Shopping-Meile nach 70 Jahren verlassen, und hat einen neuen Laden am Alsterufer eröffnet. Bereits vor drei Jahren hatte das Schuhhaus Görtz seine Vorzeige-Filiale dicht gemacht.

Hintergrund für die Veränderungen sind die steigenden Mieten auf dem Prachtboulevard, laut Branchenexperten von bis zu 280 Euro pro Quadratmeter. Internationale Nobelmarken wie Chanel oder Gucci haben hier Filialen. Der Sportartikel-Hersteller Puma hat seinen Flagshipstore an der Schleusenbrücke bereits am vierten Adventssonnabend geschlossen.