Bezirksamt Mitte

Jugendhilfe-Skandal beim ASD weitet sich aus

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann berief am Donnerstag eine Pressekonferenz ein (Archivbild)

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann berief am Donnerstag eine Pressekonferenz ein (Archivbild)

Foto: Michael Rauhe

Der Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes soll einen Komplizen gehabt haben, zusammen unterschlugen sie bis zu 500.000 Euro.

Der Betrugsskandal beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Bezirksamtes Mitte weitet sich aus. Es wird nicht nur gegen den leitenden Mitarbeiter Matthias M. ermittelt (wir berichteten), sondern auch gegen einen freiberuflichen Familienhelfer, sagte Nana Frombach, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, dem Abendblatt. Den beiden Beschuldigten werden Betrug und Untreue in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Dabei sind nach Abendblatt-Informationen seit 2004 rund eine halbe Million Euro veruntreut worden. „Die beiden Beschuldigten sollen eine Familie erfunden und die Zuwendungen vereinnahmt haben“, sagte Frombach.

Der Jugendhilfe-Mitarbeiter könnte untergetaucht sein

Auch das Haus des Familienhelfers soll durchsucht worden sein. Bereits seit Ende September wird laut Frombach gegen die beiden Beschuldigten ermittelt. Keiner der beiden befindet sich bislang in U-Haft. Es gibt Gerüchte, Matthias M. seiuntergetaucht.

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) hatte am Mittwoch eine Pressekonferenz einberufen und die Vorwürfe öffentlich gemacht: „Ein Mitarbeiter soll sich Jugendhilfefälle ausgedacht, sie als reale Fälle ins System eingespeist und dann dafür gesorgt haben, dass für nicht erbrachte Leistungen Geld erbracht wurde“, so Droßmann.

Wie das Duo die Stadt betrog und was die Behörden nun unternehmen, lesen Sie am Freitag im Hamburger Abendblatt