Nach Reederei-Pleite

In Hamburg gestrandeter Hanjin-Besatzung geht es gut

Ein Schiff der Hanjin-Flotte am Willkomm Höft (Archivbild)

Ein Schiff der Hanjin-Flotte am Willkomm Höft (Archivbild)

Foto: dpa Picture-Alliance / Ulrich Perrey / picture-alliance/ dpa

Seit gut einer Woche sitzt die "Hanjin Europe" in Hamburg fest – und damit auch ihre Besatzung. Reederei kann Gebühren nicht zahlen.

Hamburg. Die 23-köpfige Besatzung der „Hanjin Europe“ sitzt seit mehr als einer Woche in Hamburg fest und weiß nicht, wie es weitergeht. Die Unsicherheit sei deutlich, aber im Moment hätten die Seeleute alles, was sie brauchten, sagte die Hamburger DGB-Vorsitzende Katja Karger am Donnerstag in der Hansestadt. Die Männer könnten auch nach Hause telefonieren. Das Containerschiff „Hanjin Europe“ kann nicht auslaufen, nachdem die koreanische Reederei Hanjin insolvent geworden ist und Gebühren und Rechnungen nicht mehr bezahlen kann.

Karger hatte zuvor gemeinsam mit Klaus Schroeter von der internationalen Transportarbeiter-Gewerkschaft ITF das Schiff besucht, um den Seeleuten ihre Solidarität auszudrücken und ihnen Hilfe und Unterstützung zuzusichern. Die Vertreter der ITF klärten die Seeleute über ihre Rechte und Ansprüche auf. Nach dem internationalen Seearbeitsübereinkommen (MLC) sei der Flaggenstaat für den Rücktransport zuständig. Die „Hanjin Europe“ fährt unter der Flagge des Vereinigten Königreichs von Großbritannien.