Hamburg . Die 40 Roma hatten aus Angst vor einer Abschiebung den Michel besetzt. Seitdem stehen sie unter kirchlicher Obhut.

Es war eine aufsehenserregende Protestaktion und ein verzweifelter Hilferuf: 40 Roma, darunter zahlreiche Kinder, haben im September den Hamburger Michel besetzt. Nach Angaben der Gruppe „Vereinigte Roma Hamburg“ drohe ihnen die Abschiebung, nachdem ihre Asylanträge abgelehnt worden waren. Nach mehreren Beratungsrunden mit der Stadt Hamburg entschied die Kirche unter Federführung von Pröpstin Ulrike Murmann, die Roma in kirchliche Obhut zu nehmen. Ein konkreter Ausreisebeschluss lag zu dem Zeitpunkt noch nicht vor.