St. Georg

Bekanntes Wandgemälde bei Bauarbeiten zerstört

Die Überreste des zerstörten Wandgemäldes in St. Georg

Die Überreste des zerstörten Wandgemäldes in St. Georg

Foto: Michael Joho

Die Kulturbehörde hat Protest gegen die Zerstörung des Kunstwerks eingelegt. Es sei möglich gewesen, das Gemälde zu retten.

St. Georg.  Das bekannte Wandbild am SAGA-Haus an der Ecke Stift­straße/Rostocker Straße in St. Georg ist Freitagvormittag im Zuge von Bauarbeiten zerstört worden.

1983 war das Gemälde vom Künstlertrio Keller, Nissen und Steingrobe entwickelt worden und zeigte das Zusammenleben verschiedener Kulturen. Es spiegelte die Herkunft der Menschen im multiethnischen St. Georg wider und bildete Einwohner und Stationen aus der Geschichte des Stadtteils ab. Für viele galt es deshalb als „St. Georgs wichtigstes Wandgemälde“.

Die Kulturbehörde hat bereits Protest gegen die Zerstörung des Kunstwerks eingelegt. Da es nicht direkt auf die Hauswand gemalt war, wäre es trotz der Bauarbeiten möglich gewesen, es durch Abschrauben oder Versiegeln zu retten, hieß es. Was letztlich der Grund für die Zerstörung war, ist ungeklärt, denn die SAGA sieht sich nicht mehr in der Verantwortung für das Gebäude. Ihr gehören nur noch wenige Wohnungen im Haus. Die übrigen seien inzwischen Eigentumswohnungen, um deren Verwaltung sich eine andere Firma kümmere, hieß es.