Fachtagung

Dombaumeister aus ganz Europa zu Gast im Michel

Der Hamburger Michel

Der Hamburger Michel

Rund 100 Dombaumeister sind zu einer fünftägigen Fachtagung im Michel zum Erfahrungsaustausch zusammengetroffen.

Hamburg.  Kathedralen und Kirchen sind Teil des kulturellen Erbes und Wahrzeichen vieler Städte. Um den Erhalt dieser oft jahrhundertealten Bauten kümmern sich Dombaumeister. Rund 100 von ihnen sind jetzt zu einer fünftägigen Fachtagung im Michel zum Erfahrungsaustausch zusammengetroffen. Hauptpastor Alexander Röder begrüßte die Teilnehmer am Dienstag im Gemeindehaus: „Wir sind sehr froh und stolz darauf, diese Treffen ausrichten zu dürfen.“ Auf dem Programm stehen Vorträge, Besichtigungen – aber auch kritische Diskussionen. „Der offene Umgang miteinander zeichnet die Tagung aus“, sagte Michael Hauck, Vorsitzender der europäischen Vereinigung der Dombaumeister.

Die Dombaumeister-Organisation wurde 1998 gegründet. Ihr gehören rund 130 Mitglieder an, die Kirchen aus ganz Europa vertreten. Hintergrund: Jede Kirche stellt die Dombaumeister zwar vor spezifische Aufgaben, viele Herausforderungen ähneln sich aber. Um gemeinsame Lösungen zu entwickeln, ist ein regelmäßiger Austausch nötig. Die kirchlichen Bau-Experten treffen sich seit 1975 einmal im Jahr – jedes Mal in einer anderen Stadt.

Am Donnerstag steht ein Senatsempfang im Rathaus mit Kultursenatorin Barbara Kisseler auf dem Programm. Am Donnerstagabend gibt es in der Katholischen Akademie, Herrengraben 4, eine öffentliche Veranstaltung mit dem Thema: „Dombaumeister und ihre Bauhütten – ein geheimnisvolles Werk?“ Daran nehmen unter anderem Experten aus Prag, Pisa und Freiburg teil. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.