Mönckebergstraße

Spontandemo gegen Polizeigewalt aufgelöst

Unter dem Motto "Polizeigewalt stoppen" demonstrierten am Montagabend rund 80 Personen auf der Mönckebergstraße – die Polizei griff ein

Unter dem Motto "Polizeigewalt stoppen" demonstrierten am Montagabend rund 80 Personen auf der Mönckebergstraße – die Polizei griff ein

Foto: HA

Die Übergriffe eines Polizisten auf Flüchtlinge in Hannover haben in Hamburg eine spontane Demo ausgelöst. Die Polizei griff früh ein.

Hamburg/Hannover. Am Montagabend haben gegen 19.30 Uhr etwa 80 Menschen auf der Mönckebergstraße spontan gegen die mutmaßlichen Übergriffe eines Bundespolizisten auf Flüchtlinge in Hannover demonstriert. Die Polizei löste die unangemeldete Veranstaltung bereits nach wenigen Metern auf. Nach Angaben von Demonstranten wurde dabei Pfefferspray eingesetzt. Die Polizei bestätigte diese Angaben nicht.

Unterdessen gingen auch in Hannover rund 300 Menschen auf die Straße, um gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu demonstrieren. Auch hier war der Anlass die Vorwürfe gegen den Bundespolizisten aus Hannover, der zwei Flüchtlinge misshandelt und erniedrigt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen den 39-jährigen Polizisten. Er soll in zwei Fällen inhaftierte Männer aus Afghanistan und Marokko gedemütigt und geschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft prüft ferner, ob andere Beamte davon etwas gewusst oder mitgewirkt haben. Laut Strafgesetzbuch drohen für Körperverletzung im Amt bis zu fünf Jahre Haft. Die Demo am Abend sei weitgehend friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.