Event in Hamburg

Premiere der Mahatma-Gandhi-Brücke für Hafengeburtstag

Die Mahatma-Gandhi-Brücke wird zum Hafengeburtstag erstmals hochgeklappt

Die Mahatma-Gandhi-Brücke wird zum Hafengeburtstag erstmals hochgeklappt

Foto: Alexander Berthold

Das Programm für den 826. Hafengeburtstag soll eine Million Besucher anlocken. Senator befürchtet Beeinträchtigungen durch Bahnstreik.

Hamburg.  Wenn Hamburgs Hafen Oranje wird: Historische Segler, Kreuzfahrtschiffe und holländischer Käse sollen die Besucher am Wochenende zum 826. Hafengeburtstag locken. Dazu holt sich die Hansestadt einen ihrer größten Hafenkonkurrenten ins Boot: Groningen ist in diesem Jahr Partnerstadt der Feier.

Pünktlich zum Hafengeburtstag feiert die für ein Jahr wegen Bauarbeiten gesperrte Mahatma-Gandhi-Brücke eine Premiere. Sie wurde erstmals hochgeklappt, damit die Schiffe durchfahren können, bestätigte Helma Krstanoski von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation dem Abendblatt. Die seit Juni 2014 für 12,5 Millionen Euro neu gebaute Brücke an der Elbphilharmonie soll im Sommer dieses Jahres auch für Fußgänger freigegeben werden. Im Laufe des Jahres können dann auch wieder Autos die wichtige Verbindung in der HafenCity nutzen.

In der HafenCity wurden am Mittwochnachmittag die ersten Buden für den Hafengeburtstag aufgebaut. Kurz zuvor haben die Veranstalter ihr Programm vorgestellt, mit dem sie von Freitag, 8. Mai, bis Sonntag, 10. Mai, mehr als eine Million Besucher an den Hafen locken wollen - trotz des Bahnstreiks.

Niederlande locken mit Käse und karibischer Musik

Rund 10.000 Gäste sollen außerdem aus den Niederlanden anreisen. Das Nachbarland präsentiert sich auf der Orange erleuchteten Kehrwiederspitze neben Käsespezialitäten mit Aal aus Groningen und Rhythmen von der niederländischen Karibikinsel Curaçao. Außerdem werden mehrere historische Schiffe aus dem Nachbarland erwartet.

Eröffnet wird die Feier am Freitagnachmittag von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und dem Bürgermeister der niederländischen Stadt Groningen, Peter den Oudsten, an Bord des Museumsschiffs „Rickmer Rickmers“ Mehr als 300 Schiffe werden für das dreitägige Fest den Hamburger Hafen anlaufen. Neben Traditionsseglern können die Besucher das Marineschiff „Gorch Fock“ sowie Kreuzfahrtriesen wie die „Queen Elizabeth“ und die „Europa-2“ bewundern.

Schlepperballett und Holzboote aus Taipeh

Im Mittelpunkt des Volksfests steht neben der traditionellen Schiffsparade und dem Schlepperballett, bei dem die bis zu 5000 PS-starken Hafenschlepper vor den Landungsbrücken zu einem Wiener Walzer Pirouetten drehen, auch ein Drachenbootrennen mit Holzbooten aus Taipeh im Grasbrookhafen.

„Es ist die ideale Gelegenheit unsere Verbundenheit in wirtschaftlicher und kultureller Form mit Taipeh zu unterstreichen“, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos), der den Startschuss für das Rennen geben wird.

Horch befürchtet Einschränkungen durch Bahnstreik

Der Geburtstag wird von der Hafencity bis zur Fischauktionshalle gefeiert. Rund 500 Schausteller werden auf der sechs Kilometer langen Festmeile die Besucher unterhalten.

Wirtschaftssenator Horch fürchtet, dass das größte Hafenfest der Welt unter dem Bahnstreik leiden könnte. Der Lokführerstreik der GDL könnte an diesem Wochenende zahlreiche Besucher von dem Volksfest an der Elbe abhalten, sagte Horch am Mittwoch.

„Wir sind vorbereitet, auch wenn es Einschränkungen geben wird“, sagte Horch. Innerhalb der Stadt wolle man mit mehr Personal, zusätzlichen Bussen und Verstärkung durch die Hochbahn die Gäste an die Elbe bringen. (dpa/HA)