Unwetter „Zoran“

Sturmopfer: Freundin bringt Jungen in Not-OP zur Welt

Mann stirbt bei Unwetter, seine hochschwangere Freundin bringt Kind per Kaiserschnitt zur Welt. 25-Jährige sei noch nicht ansprechbar.

Hamburg.  Ein besonders tragisches Opfer hat Tief „Zoran“ am Dienstagnachmittag gefordert: Ein junges Paar wurde an der Großen Elbstraße von herunterfallenden Trümmerteilen eines Dachs am Fischmarkt verschüttet. Entgegen vorherigen Berichten der Rettungskräfte waren sie nicht im Auto, sondern zu Fuß unterwegs und hatten sich während des Unwetters offenbar unterstellen wollen. Der 26-jährige Mann wurde von den Trümmerteilen erschlagen und starb. Seine hochschwangere Freundin konnte noch von Notärzten wiederbelebt werden.

In einer Notoperation brachten Ärzte der Asklepios Klinik Altona in der Nacht zum Mittwoch das Baby der 25-jährigen Hamburgerin per Kaiserschnitt zur Welt. Der Junge sei offenbar gesund, die junge Mutter aber weiterhin schwer verletzt, heißt es von der Polizei. „Die Frau hat schwere Kopf- und Rückenverletzungen erlitten“, sagt Polizeisprecherin Tanja von der Ahé.

Genaueres zum Zustand des Jungen und seiner Mutter wollte Asklepios-Sprecher Dr. Franz Jürgen Schell noch nicht sagen. Er könne nicht ausschließen, dass die Frau noch in Lebensgefahr schwebe. Sie sei derzeit nicht ansprechbar, sagte der Sprecher am Morgen. Stichtag für die Geburt war der Mittwoch.

Das Landeskriminalamt ermittelt nun in Zusammenarbeit mit Bausachverständigen, wie es zu dem Unfall gekommen ist. Bei der Abendbaltt-Redaktion haben sich indes die ersten Leser gemeldet, die für Mutter und Baby spenden wollen. (ras)