Billstedt

Mehrfamilienhaus wegen akuter Einsturzgefahr evakuiert

24 Menschen mussten das Gebäude wegen Rissen an der Stirnseite verlassen. Ob sie in das Haus zurückkehren können, ist noch unklar.

Hamburg. Plötzlich musste alles ganz schnell gehen: Als die Feuerwehr gegen 18:50 Uhr am einsturzgefährdeten Mehrfamilienhaus an der Kapellenstraße 44 in Billstedt eintraf, hatte es die Polizei bereits evakuiert. 24 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen – und dürfen dort vorerst auch nicht wieder einziehen.

Anwohner hatten sich am frühen Abend bei der Polizei gemeldet, als sie tiefe Risse an der Stirnseite des Gebäudes und verzogene Fensterrahmen festgestellt hatten. Die Polizei veranlasste nach einer ersten Sichtung umgehend die Räumung des Hauses. Die Bewohner kamen zunächst in bereitgestellten HVV-Bussen unter.

Grund für die Beschädigungen an dem Gebäude sind offenbar Arbeiten in einer benachbarten Baugrube. „Nach Rücksprache mit dem Prüfstatiker gehen die Risse darauf zurück, dass das Fundament des einsturzgefährdeten Hauses untergraben worden ist“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Das Haus sei vom Statiker für unbewohnbar erklärt worden. Zudem wurde aus Sicherheitsgründen der an das Gebäude grenzende Gehweg gesperrt.

Die Hausbewohner werden, wenn erforderlich, vom Bezirksamt Mitte in Hotels untergebracht. Ob das Gebäude abgerissen werden muss, ist aber noch unklar. (dah)