NS-Verbrechen

Stadthöfe-Quartier bekommt Gedenkstätte für Gestapo-Opfer

In der Hamburger Neustadt entsteht derzeit das Stadthöfe-Quartier. Im ehemaligen Gestapo-Gebäude an der Stadthausbrücke soll künftig eine Gedenkstätte an die Opfer von Kriegsverbrechen erinnern.

Hamburg. Eine Gedenkstätte soll im neuen Stadthöfe-Quartier an der Stadthausbrücke künftig an die Opfer der Gestapo-Verbrechen während des Nationalsozialismus erinnern.

Der Investor des Quartiers zwischen Neuem Wall und Große Bleichen direkt am Bleichenfleet, die Quantum Immobilien AG, plant gemeinsam mit dem Denkmalschutzamt und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme eine öffentlich zugängliche „Dokumentations- und Gedenkstätte“ im ehemaligen Gebäude der Hamburger Stadtentwicklungsbehörde. Während der NS-Zeit diente das Gebäude als Zentrale der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und war ein gefürchteter Ort der Unterdrückung, Verfolgung und Folterung.

Wie aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des Hamburger CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Andreas C. Wankum hervorgeht, entstehen die Räume auf zwei Etagen über insgesamt 760 Quadratmeter mit eigenem Eingang direkt an der Stadthausbrücke. Neben einer Dauerausstellung sind zudem Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Seminare vorgesehen.

Quantum Immobilien entwickelt in dem Gebäudeensemble, das auch den angrenzenden Bleichenhof umfasst, derzeit ein Quartier aus Einzelhandel, Büros, Gastronomie, Wohnungen und einem Hotel. Bis 2017 sollen rund 340 Millionen Euro investiert werden.