Editorial

Was kommt da auf uns zu?

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist eines der größten Ereignisse in der Geschichte Hamburgs: Am 7. und 8. Juli treffen sich die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten und/oder größten Länder zum G20-Gipfel in Hamburg. Für 48 Stunden blickt die Welt dann auf unsere Stadt. Wie wird der erste persönliche Kontakt von US-Präsident Donald Trump und Russlands Wladimir Putin sein? Wie werden die Europäer um Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs neuen politischen Superstar Emmanuel Macron auftreten? Was ist mit Erdogan? Und, natürlich: Wie groß werden die Demonstrationen gegen G20 sein, was lassen sich die Gegner ein­fallen?

Das Hamburger Abendblatt möchte alle Fragen zum Gipfel in dieser Sonderausgabe beantworten. Sie geht an mehr als eine Million Haushalte in Hamburg und Umgegend und dürfte rund drei Millionen Leser erreichen. Wir möchten Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf den 20 Seiten möglichst umfassend informieren. Einerseits natürlich über die politische Seite von G20, über die Teilnehmer, die Länder und Themen, die Gegner und Proteste. Andererseits darüber, was sich in der Stadt am 7. und 8. Juli ändert.

Hamburg wird der mit Abstand am besten gesicherte Ort der Welt: Das ist mit Einschränkungen auf den Straßen verbunden, mit Sperrzonen rund um den Tagungsort, die Messehallen und die Elbphilharmonie. Mehr als 15.000 Polizisten werden in Hamburg im Einsatz sein, um Tausende Gipfelteilnehmer zu beschützen. Zehntausende Demonstranten werden genauso erwartet wie rund 3000 Journalisten. Die Hotels sind lange ausgebucht, am Flughafen werden Dutzende Regierungsmaschinen landen, darunter die Air Force One des amerikanischen Präsidenten.
Es wird also viel zu sehen sein an den zwei Tagen Anfang Juli, und auch dafür geben wir ihnen jede Menge Tipps und Hinweise.

Der vielleicht wichtigste vorweg: Während des G20-Gipfels ist es ratsam, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Denn die Straßen Hamburgs werden gebraucht, um die Delegationen der jeweiligen Länder von den Hotels in die Messehallen oder in die Elbphilharmonie zu bringen. Zudem wird es Sperrungen vor etlichen Unterkünften geben, dazu kommen angemeldete (und unangemeldete) Demonstrationen. Soll heißen: Lassen Sie Ihr Auto besser stehen! Grundsätzlich rät die Polizei übrigens nicht davon ab, in die Innenstadt zu fahren und dort einzukaufen. Trotzdem rechnen die Geschäfte dort während G20 mit Umsatzeinbußen von bis zu 15 Millionen Euro.

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch während des Gipfels jederzeit über die Lage in der Stadt informiert sein wollen – kein Problem. Das Hamburger Abendblatt berichtet rund um die Uhr im Internet auf www.abendblatt.de. Sowohl am 7. und 8. Juli erscheinen wir mit Sonderausgaben, am 9. Juli ist eine Live-Sendung mit einer ersten Bilanz geplant. Und in der Ausgabe vom 10. Juli ziehen wir das große Fazit der G20-Tage: Was hat die Welt, was hat Hamburg von dem Gipfel gehabt?

Viel Spaß beim Lesen dieser auch für uns einmaligen Ausgabe.

Ihr Lars Haider, Chefredakteur

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