Elbvororte

Madenwürmer breiten sich in Kitas im Hamburger Westen aus

In einer Praxis wird ein junger Patient untersucht (Symbolbild).

In einer Praxis wird ein junger Patient untersucht (Symbolbild).

Foto: dpa

Auch Grundschulen kämpfen mit erhöhten Infektionsraten durch die Parasiten, wie Mails und Infozettel belegen. Kitas verneinen Epidemie.

Hamburg. Es ist ein Thema, über das viele nicht gerne sprechen: Mehrere Grundschulen und Kitas im Hamburger Westen kämpfen aktuell mit einem unangenehmen Parasitenbefall. Wie Rundmails und Infozettel vor Ort verkünden, treten dort gehäuft Infektionen mit Madenwürmern auf.

Die Würmer legen ihre Eier am Darmausgang der Kinder ab und lösen lästigen Juckreiz aus. Wenn sich die Kleinen kratzen, verteilen sie dabei unwissentlich Wurmeier auf Spielsachen und Kleidung von anderen.

Infektion mit Madenwürmern ist die häufigste Wurmerkrankung

Wie Katrin Geyer von der Elbkinder-Vereinigung sagt, trete das Problem aktuell gehäuft auf, von einer Epidemie könne aber keine Rede sein. Die Infektion mit Madenwürmern ist die häufigste Wurmerkrankung in hiesigen Breiten. Infektionen mit Madenwürmern verlaufen meist völlig harmlos – oft werden sie nicht einmal bemerkt.

Durch das Jucken am Po kommt es aber nicht selten zu Schlafstörungen bei Kindern, die sich in Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche und Ähnlichem äußern können. Der Befall ist mithilfe von Medikamenten und strenger Hygiene relativ leicht zu behandeln.