Blankenese

Politiker-Unterstützung für die Fähre nach Blankenese

Von Mai an bekommt Blankenese seine Fähranbindung zurück

Von Mai an bekommt Blankenese seine Fähranbindung zurück

Foto: dpa

Leichte Kritik gab es jedoch an den Fährplänen. Bezirkspolitiker fordern regelmäßigen Linienverkehr.

Hamburg.  Da waren sich Altonas Bezirkspolitiker einmal alle einig: Geschlossen stimmten die Fraktionen während der letzten Bezirksversammlung dafür, die Förde Reederei Seetouristik bei ihrem Fährprojekt so weit es geht zu unterstützen. Wie berichtet, plant das Unternehmen, die Verbindung zwischen den St. Pauli-Landungsbrücken und Blankenese wieder aufzunehmen. Das dafür vorgesehene Schiff ist bereits da, die Verhandlungen mit dem städtischen Hafenbetreiber HPA sind so weit gediehen, dass die Reederei von einem Start der täglichen fünf Touren spätestens im Mai ausgeht. Eine Hin- und Rückfahrt soll 18 Euro kosten.

„Allerdings gibt es noch einige dicke Bretter zu bohren“, betonte Sozialdemokrat Hendrik Sternberg. Denn die Reederei muss das Projekt ohne festen Liegeplatz an den St. Pauli-Landungsbrücken beginnen. HPA genehmigt die Fahrten allein im Rahmen des Gelegenheitsverkehrs. Das heißt, dass die Reederei die regelmäßigen Touren jeweils monatlich anmelden muss. Der jeweilige Abfahrtsort kann somit wechseln.

Hoher Verwaltungsaufwand

Das bedeutet einen hohen Verwaltungsaufwand für die Reederei. Mögliche Nutzer könnten durch den wechselnden Abfahrtsort abgeschreckt werden. Die Altonaer Bezirkspolitiker fordern deshalb eine bessere Planungssicherheit für die Reederei, die umsetzt, was die städtische Gesellschaft Hadag ablehnte: die Ausweitung des Fährverkehrs auf der Elbe gen Westen. „Es müssen faire Wettbewerbsbedingungen her. Es braucht einen festen Liegeplatz“, sagte Holger Sülberg (Grüne). Zudem forderten die Bezirkspolitiker, dass die Stadt Hamburg das Projekt positiv begleitet und das Angebot auf den Portalen und Flyern bewirbt.

Leichte Kritik an den Fährplänen der privaten Reederei kam von den Linken in der Bezirksversammlung. Sie betonten, dass sie trotzdem die Hadag in der Pflicht sehen und sich einen Linienverkehr im HVV-Verbund samt den hier geltenden Tarifen wünschen.

„Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Chance dafür sehr gering ist“, sagte Thomas Adrian, der Fraktionschef der SPD in Altona. „Wir sollten die sich jetzt bietende Gelegenheit deshalb ergreifen.“ Adrian hofft: „Vielleicht wird daraus etwas Größeres, wenn der Senat die Linie öffentlich ausschreibt. Es ist doch nicht in Stein gemeißelt, dass die Hadag das macht.“