Restaurants in Hamburg

"Nie wieder Elbvororte" – Laschori in Blankenese macht zu

Thorsten Rachow, Eigentümer des Restaurants Laschori in Blankenese, will sein Konzept jetzt in Citynähe umsetzen

Thorsten Rachow, Eigentümer des Restaurants Laschori in Blankenese, will sein Konzept jetzt in Citynähe umsetzen

Foto: Klaus Bodig

Er wollte Eugen Block, Vapiano, Peter Pane und Co. Konkurrenz machen. Thorsten Rachow schließt das Laschori, hat aber eine neue Idee.

Hamburg. Im Fenster hängen Plakate, die auf anstehende Veranstaltungen wie Kunstausstellungen und Wohnzimmerkonzerte verweisen – doch im Laschori ist die Musik für immer verstummt. Das Restaurant mit Wohlfühl-Atmosphäre und anspruchsvoller Küche hat geschlossen. Nach einer Mitarbeiter-Versammlung am vergangenen Montag war klar: Das Laschori würde in Blankenese keine Zukunft mehr haben.

„In den letzten Monaten haben wir uns viele Gedanken gemacht und den Betrieb unseres Restaurants in Blankenese analysiert, geprüft und diskutiert“, teilte Inhaber Thorsten Rachow schriftlich mit, „im Rahmen der kritischen Betrachtung sind wir letztendlich zu dem Entschluss gekommen, unsere Unternehmung am dortigen Standort nicht fortzuführen.“

High Temperature Grill, Burger-Station – ein Restaurant mit Extras

Erst im vergangenen Jahr hatte das schicke Restaurant an der Ecke Erik Blumenfeld-Platz/Sülldorfer Kirchenweg eröffnet. Das Laschori warb mit besonders hochwertigen Gerichten „zubereitet auf unserem eigens entwickelten High Temperature Grill“, lockte mit Zigarren-Lounge, Burger-Station und wechselnden Events. Am Telefon klingt Rachow, der das Familienunternehmen Rari Food erfolgreich leitet, traurig, aber auch kämpferisch. Das Konzept des Laschori sei mit Sicherheit das richtige gewesen, nicht aber der Standort.

Offenbar hatte das Team vor allem hungrige Geschäftsleute aus Blankenese als potenzielle Kunden gesehen, die – so hoffte man – abends noch auf ein Steak vorbeikommen würden. Gäste kamen zwar, aber nicht genug, um die Gehälter für die 25 Festangestellten und die hohe Standortmiete für das 750 Quadratmeter große Restaurant zu erwirtschaften.

Aus Blankenese in die Hamburger City

Rachow deutet auch an, dass die Blankeneser nach dem Abendessen sogar an den Wochenenden zügig den Heimweg antraten, statt das aufwendig vorbereitet Musik-Programm und die Lounge-Atmosphäre noch länger zu genießen. Entsprechend deutlich fällt auch seine Ankündigung aus: „Nie wieder Elbvororte“.

Rachow zuversichtlich: „Da wir nach wie vor von unserem markengastronomischen Konzept überzeugt sind, werden wir nach Prüfung aller in Blankenese gesammelten Erfahrungen nach Ablauf der kommenden Monate nach einem neuen Standort suchen.“ Und er fügt energisch an: „In Hamburger Citylage.“