Verkehr

Neue Brücke nur teilweise fertig – Erneute A7-Sperrung nötig

Die Autobahn 7 ist nach elfstündiger Sperrung wieder frei. Doch in der Nacht gab es Probleme bei den Bauarbeiten.

Hamburg. Alles war perfekt geplant, doch dann funktionierte einer der beiden Spezialkräne nicht. Die neue A7-Brücke am Niendorfer Gehege ist in der Nacht zum Sonntag nur teilweise fertiggestellt geworden. Man habe lediglich fünf der zwölf Brückenfertigteile auf die vorbereiteten Widerlager aufsetzen können, sagte Christian Merl, Sprecher des Baukonsortiums Via Solutions Nord.

Am frühen Sonntagmorgen wurden die Arbeiten abgebrochen, die viel befahrene Autobahn 7 wurde wie geplant nach elfstündiger Sperrung wieder freigegeben. Seit 9 Uhr fließt der Verkehr auf der Trasse wieder. Die A7 muss auf jeden Fall erneut gesperrt werden, um die restlichen Brückenteile einzuhängen. Einzig der Zeitpunkt sei derzeit noch unklar, sagte Merl.

Die A7 war am Sonnabend, 22 Uhr, zwischen der Anschlussstelle Stellingen und dem Kreuz Nordwest für elf Stunden in beiden Richtungen gesperrt worden, um eine neue Brücke zu installieren. Im Stellinger Bereich wurden zugleich weitere vorbereitende Arbeiten für den Bau eines Lärmschutztunnels umgesetzt. Das habe alles geklappt, sagte Merl.

A7 wird in Hamburg auf acht Fahrspuren erweitert

Hintergrund ist die Erneuerung der A7 vom nördlichen Ausgang des Elbtunnels bis zum Bordesholmer Dreieck in Schleswig-Holstein. Auf Hamburger Gebiet wird die Trasse bis zum Kreuz Nordwest von sechs auf acht Fahrspuren erweitert. Das betroffene Teilstück gehört zu den am meisten befahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands. Täglich passieren im Durchschnitt rund 165.000 Fahrzeuge die Strecke.

Die Hydraulikprobleme mit einem der beiden Schwerlastkränke, der Betonfertigteile auf die Widerlager aufsetzen sollten, traten unmittelbar nach Beginn der Arbeiten auf. Auch ein herbeigerufener Notdienst des Kranherstellers konnte den Fehler nicht beseitigen. Allerdings kamen auch die Arbeiten mit dem zweiten Kran nicht wie geplant voran. Dabei stellt der knappe Zeithorizont offenbar die größte Herausforderung dar.

Nach Angaben von Merl wogen zehn Brückenteile rund 75 und zwei Brückenteile 80 Tonnen. Sie waren im sächsischen Bautzen in einem Fertigteilwerk hergestellt und dann von Spezial-Lkw nach Hamburg transportiert worden.