Harvestehuder Weg

Brutaler Streit zwischen zwei Familien in Rotherbaum

Ein Mann soll mit einer Metallstange auf ein Ehepaar eingeprügelt haben. Ein 25-Jähriger wollte die Frau offenbar überfahren.

Hamburg.  Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei Familien sind am Donnerstagabend in Rotherbaum zwei Männer im Alter von 25 und 43 Jahren festgenommen worden. Dies teilte die Hamburger Polizei am Freitag mit. Drei Menschen sind dabei verletzt worden. Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen übernommen.

Nach Angaben der Polizei hat sich der brutale Streit gegen 18:15 Uhr am Harvestehuder Weg zugetragen. Die beiden festgenommenen Serben fuhren in ihrem silbernen VW-Bus in Richtung Alsterglacis, hinter ihnen ein roter VW-Bus mit einem Ehepaar und ihrer 18-jährigen Tochter aus Montenegro. Plötzlich stoppten die beiden Wagen. Der 43-Jährige soll aus dem silbernen Wagen ausgestiegen, die Fahrertür-Scheibe des roten VW mit einer Metallstange zertrümmert und auf den 47 Jahre alten Ehemann eingeschlagen haben. Anschließend soll der mutmaßliche Angreifer die Beifahrertür aufgerissen, die 43 Jahre alte Ehefrau des Opfers herausgezerrt und mit der Stange niedergeschlagen haben. Die Frau verlor dabei mehrere Zähne.

25-Jähriger soll versucht haben, die 43-Jährige zu überfahren

Nach Angaben von zwei Zeugen habe der 25 Jahre alte Tatverdächtige daraufhin versucht, mit seinem Wagen die Geschädigte zu überfahren. Doch er scheiterte offenbar bei dem Versuch. Beim Eintreffen der Polizei hatte der 43-Jährige zudem eine Axt in der Hand und am Unterarm eine tiefe Schnittwunde. Von wem die Axt eingesetzt wurde und wie es zu der Verletzung kam, konnten die Beamten noch nicht abschließend klären.

Laut den Ermittlern verfügt der Mann über keinen festen Wohnsitz und soll nach der medizinischen Behandlung im Krankenhaus dem Untersuchungsgefängnis zugeführt werden. Der 25-Jährige wurde von den Beamten nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen.

Die Beamten stellten den silbernen VW zu Beweiszwecken sicher. Insgesamt war die Polizei mit 12 Funkstreifenwagen im Einsatz. Unbeteiligte Zeugen des Vorfalls mussten vom Kriseninterventionsteam betreut werden.