Harvestehude

Dürfen bald nur noch Anwohner an der Außenalster parken?

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So könnten die Bewohnerparkgebiete in Harvestehude aussehen.

So könnten die Bewohnerparkgebiete in Harvestehude aussehen.

Foto: Landesbetrieb Verkehr

Weil Anwohner kaum noch Parkplätze finden, plant die Stadt ein Bewohnerparkgebiet. CDU befürchtet "Ausgrenzung Älterer".

Hamburg. Wegen der "herausfordernden Parksituation" plant die Stadt Hamburg ein neues Bewohnerparkgebiet, diesmal in Harvestehude. Dort, so habe es eine Erhebung im Mai ergeben, seien viele Straßen "zu verschiedenen Uhrzeiten zu 100 Prozent ausgelastet", schreibt der zuständige Landesbetrieb Verkehr (LBV) am Mittwoch.

Deswegen, und weil anhand einer Kennzeichenüberprüfung "ein akuter Parkplatzmangel für Bewohner:innen" festgestellt wurde, soll in dem Stadtteil zwischen Außenalster und Isebekkanal ein neues Bewohnerparkgebiet entstehen.

Verkehr Hamburg: Umfrage entscheidet über Bewohnerparkgebiet

Dazu werden von Mitte September bis Anfang Oktober alle volljährigen Anwohner persönlich angeschrieben und aufgefordert, sich an einer Online-Umfrage zu beteiligen (Druckexemplare der Umfrage können beim Bezirksamt Eimsbüttel abgeholt werden). Sofern sich eine Mehrheit für das neue Bewohnerparkgebiet ausspricht, werde danach mit der genauen Planung der drei notwendigen Zonen begonnen.

Der LBV rechnet damit, dass das Parkgebiet im ersten Quartal 2022 realisiert werden könnte – die aktuell skizzierten Zonen (siehe Karte) stellen keinen endgültigen Planungsstand dar. Klar ist aber, dass aufgrund der rechtlichen Voraussetzungen für Bewohnerparkzonen mehrere kleinere Gebiete eingeführt werden müssten.

Bewohnerparkgebiet: CDU kritisiert "Ausgrenzung älterer Mitbürger"

Dass Druckexemplare der Umfrage nicht zugesandt werden, sondern im Bezirksamt abgeholt werden müssen, kritisiert die Seniorenunion der CDU Hamburg. Die Interessensgemeinschaft älterer Mitbürger kritisiert darüber hinaus die fünf Euro höheren Kosten für einen Anwohnerparkausweis, wenn dieser nicht online beantragt wird.

Seniorenunion-Vorsitzende Herlind Gundelach spricht davon, dass so "ältere Mitbürger ausgegrenzt und als Bürger zweiter Klasse" behandelt würden. Laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Zentrums für Altersfragen verfügen deutschlandweit 91,6 Prozent aller Menschen im Alter zwischen 61 und 75 Jahren über einen Zugang zum Internet. Im Altersbereich der 76- bis 90-Jährigen liegt er bei immer noch 52,2 Prozent.

( josi )

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