Autobahn-Deckel

A7 vor Öffnung des Lärmschutztunnels Richtung Süden gesperrt

Die Zufahrt zum Lärmschutztunnel über der A7 in Schnelsen

Die Zufahrt zum Lärmschutztunnel über der A7 in Schnelsen

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Für die Autobahnanwohner in Schnelsen wird es ab dem Wochenende nach vier Jahren endlich leiser. In zwei Phasen allerdings.

Hamburg. Nach rund vierjähriger Bauzeit an der A7 soll am Wochenende der erste Teil des Lärmschutzdeckels in Hamburg-Schnelsen in Betrieb gehen. Geplant ist zunächst die Verlegung der beiden Fahrspuren in Richtung Hannover in den 550 Meter langen Tunnel. Dafür ist die Autobahn am Freitagabend in Richtung Süden gesperrt worden. Autofahrer müssen zwischen Schnelsen-Nord und dem Dreieck Hamburg-Nordwest einer Umleitung folgen. Am Sonnabendmorgen sollen die ersten Autos durch den Tunnel fahren.

Die Gegenrichtung Flensburg/Kiel soll erst am Montagmorgen nach einer weiteren nächtlichen Sperrung freigegeben werden, wie das Baukonsortium Via Solutions Nord mitteilte. Während der Sperrungen sollen auch Arbeiten an den Lärmschutzwänden abgeschlossen werden, die den Anwohnern nördlich und südlich der Tunnelstrecke Ruhe bescheren.

Verkehr fließt zunächst durch die Weströhre

Vorerst wird nur die Weströhre des Lärmschutzdeckels zur Verfügung stehen. Mit deren Inbetriebnahme kann nun mit dem Bau der Oströhre begonnen werden. Bis zur kompletten Fertigstellung des Tunnels Ende 2019 müssen sich die Autofahrer in beiden Fahrtrichtungen den Platz der ersten Röhre teilen.

Das Projekt ist Teil des sechsspurigen Ausbaus der A7 zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Bordesholm südwestlich von Kiel. Wenige Kilometer weiter südlich in Stellingen entsteht ein weiterer rund 900 Meter langer Lärmschutzdeckel. Ein dritter 2300 Meter langer Tunnel soll in Altona gebaut werden.

Seit den 70er Jahre trennt die A7 Stadtteile

Dank der Lärmschutzeinrichtungen wird die Belastung der Anwohner trotz des Ausbaus der Autobahn geringer. Seit den 70er Jahren trennt die vielbefahrene A7 die Wohngebiete im Hamburger Nordwesten. Die Deckel sollen ein erneutes Zusammenwachsen der Stadtteile ermöglichen. Neben Wegen und Straßen sind Grünflächen über der Autobahn geplant