Rotherbaum

Ältester Ruderverein Hamburgs trainiert bald ultramodern

Wolfdieter Schumacher, früherer erster Vorsitzender des Hamburger und Germania Ruder Clubs, vor einem der drei Katamarane des Vereins. Im Frühjahr kommt der erste mit Elektroantrieb

Wolfdieter Schumacher, früherer erster Vorsitzender des Hamburger und Germania Ruder Clubs, vor einem der drei Katamarane des Vereins. Im Frühjahr kommt der erste mit Elektroantrieb

Foto: Wochenblatt

Beim Hamburger und Germania Ruder Club am Alsterufer wird im Frühjahr der erste Elektro-Katamaran zu Wasser gelassen.

Hamburg.  Es ist geräuschlos, umweltfreundlich und äußerst modern: Der Elektro-Katamaran. Und dieser wird schon bald zum Inventar des Hamburger und Germania Ruder Clubs am Alsterufer zählen – dabei handelt es sich um den ältesten Ruderverein Deutschlands und den zweitältesten der Welt. Im Frühjahr wird der Ruderverein das hochmoderne Wassergefährt zu Wasser lassen. Das Trainingsbegleitboot, das dann abgasfrei über die Alster gleiten wird, kostet 26.309 Euro.

„Es hat eine geringere Reibungsfläche auf dem Wasser als Motorboote und braucht deshalb deutlich weniger an Motorleistung, nämlich nur 15 PS und daher auch weniger Sprit als Motorboote, die mit 40 PS unterwegs sind“, sagt Wolfdieter Schumacher, ehemaliger Vorsitzender des Hamburger und Germania Ruder Club.

Bezirksversammlung unterstützt Pilotprojekt 15.000 Euro

Drei Katamarane mit Außenbordmotor besitzt der Club schon. „Diese Bootsart hat sich für Trainingszwecke durchgesetzt“, so der erfahrene Ruderfachmann. Auch weil zur Steuerung dieser Boote kein Führerschein erforderlich ist (bis 15 PS). „Daher können unsere Schüler und Studenten, die als Assistenztrainer arbeiten, sie sofort fahren, ohne einen Führerschein machen zu müssen“, sagt Schumacher.

Mit 15.000 Euro wird die Bezirksversammlung Eimsbüttel das Pilotprojekt Elektro-Katamaran unterstützen. Einen entsprechenden Antrag von SPD und Grünen hat der Kerngebietsausschuss jüngst beschlossen. Die CDU hätte 18.609 Euro gegeben.

Nur die Linken votierten dagegen. Für diese Summe hätte ihr Abgeordneter Peter Gutzeit lieber 50 Fahrräder für Schüler angeschafft. Dem Club haftet immer noch der Makel eines teuren Clubs an, der den neuen Katamaran gut selbst hätte finanzieren können. „Dass wir ein Reichen-Club sind, stimmt einfach nicht“, sagt Wolfdieter Schumacher. Im März oder April wird der erste Elektro-Katamaran auf der Alster getauft.