Nach Protest

Gericht stoppt Verlegung einer Bus-Haltestelle in Eimsbüttel

Anwohner vor der Altbauvilla protestieren gegen die neue Haltestelle, die direkt vor ihrem Haus gebaut werden soll (Archivfoto)

Anwohner vor der Altbauvilla protestieren gegen die neue Haltestelle, die direkt vor ihrem Haus gebaut werden soll (Archivfoto)

Foto: privat

Anwohner hatten geklagt, weil die Station unmittelbar an ihr Haus verlegt werden sollte. Vier alte Bäume wurden bereits gefällt.

Hamburg. Mit der Verlegung sollten die Busse auf der Linie 20 und 25 in Eimsbüttel schneller werden, das Hamburger Verwaltungsgericht hat das geplante Projekt der Verkehrsbehörde Eimsbüttel jetzt aber vorerst gestoppt. Dort darf zunächst nicht weiter an einer neuen Busbucht gebaut werden, bis vor Gericht in einem Eilverfahren endgültig entschieden ist, ob die Rechte der Anwohner verletzt worden sind. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin dem Abendblatt. Wann das Gericht seine Entscheidung fällt, sei noch offen.

In dem Streit geht es um die geplante Verlegung einer Haltestelle der Linien 20 und 25. Sie soll unmittelbar an eine rote Altbauvilla am Schulweg bis dicht an die Hauswand verlegt werden. Vier alte Bäume ließen die Behörde dazu bereits fällen -- trotz vielfacher Proteste.

Neue Haltestelle -- um 50 Sekunden zu sparen

Grund: Die Busse sollen künftig nach der Kreuzung halten, damit sie nach einem Halt gleich zügig weiter fahren können. Damit erhoffen sich die Planer eine Zeitersparnis von etwa 50 Sekunden pro Bus. Der Ausbau sei allerdings kein Projekt des Hamburger Busbeschleunigungsprogramms, sondern lediglich Teil einer Straßensanierung, heißt es bei der Verkehrsbehörde.

Die Anwohner forderten stattdessen eine neue Haltestelle, die etwa 50 Meter weiter Richtung Altona gebaut werden könnte und zogen vor Gericht.