Sevecke-Nachfolge

Baudezernent wird Bezirksamtsleiter in Eimsbüttel

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Kay Gätgens (l.) soll Nachfolger von
Torsten Sevecke werden

Kay Gätgens (l.) soll Nachfolger von Torsten Sevecke werden

Foto: Andreas Laible / HA

SPD und Grüne wollen Kay Gätgens zum Nachfolger von Torsten Sevecke wählen. Bewerberin von Finanzbehörde ist aus dem Rennen.

Hamburg.  Die Suche nach einem neuen Bezirksamtsleiter in Eimsbüttel ist beendet. Die Koalition aus SPD und Grünen hat sich festgelegt und einen der beiden noch zur Wahl stehenden Kandidaten nominiert. Demnach soll der bisherige Baudezernent Kay Gätgens (54) statt Renate Mitterhuber aus der Finanzbehörde die Nachfolge von Torsten Sevecke antreten. Die politische Wahl des Sozialdemokraten Gätgens bei der Bezirksversammlung am 15. Dezember gilt damit als sicher, Rot-Grün hält die Mehrheit.

Bisher ist der gebürtige Hamburger Gätgens, der im Bezirksamt bisher das Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt verantwortet hat, in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung getreten. Dabei hat er seine Heimatstadt nur für kurze berufliche Abstecher verlassen. Nach dem Abitur an der Julius-Leber-Gesamtschule in Schnelsen hat er Stahlbetonbauer gelernt, bevor er Architektur- und Landschaftsplanung in Hamburg und New York studierte. Seiner beruflichen Laufbahn in einem Planungsbüro folgte 2001 der Eintritt in die Hamburger Verwaltung sowie das zweite Staatsexamen. Der Stadtplanung blieb der „leidenschaftliche Radfahrer“ Gätgens seither treu. Nun soll er Verwaltungschef in Eimsbüttel werden.

„Qualifiziertester Bewerber“

Ursprünglich sollte bereits am 24. November über die Nachfolge von Sevecke, der bereits im Oktober in die Wirtschaftsbehörde gewechselt war, entschieden werden. Doch die rot-grüne Koalition hatte sich darauf geeinigt, die Wahl erst am 15. Dezember anzumelden. „Mit Kay Gätgens stellen wir nun den besten Kandidaten zur Wahl“, sagte Rüdiger Rust, der Vorsitzende der SPD-Fraktion Eimsbüttel. „Er hat sich in dem öffentlichen Verfahren als qualifiziertester Bewerber durchgesetzt.“

Als Eimsbütteler und langjähriger Mitarbeiter der Verwaltung sei Gätgens bestens mit den Anforderungen des Bezirks vertraut. Milan Pein, der SPD-Kreisvorsitzende in Eimsbüttel, gab sich überzeugt, dass Gätgens „ein guter Bezirksbürgermeister“ wird: „Er ist der richtige Mann für den Posten.“

Grüne verteilen Vorschusslorbeeren

Auch die Grünen verteilen Vorschusslorbeeren: „Wir sind sehr froh, dass wir einen überzeugenden Kandidaten finden konnten“, sagt Dominik Lorenzen, Kreisvorsitzender der Eimsbütteler Grünen. Lisa Kern, Vorsitzende der Grünen-Bezirksfraktion, lobte „Kay Gätgens’ fachlich fundierte und zugleich kommunikative Art“. Die Grünen hätten großes Vertrauen, mit ihm die Ziele der rot-grünen Koalition zu erreichen. Im neuen Jahr sollen Projekte im Fahrradverkehr und der Parkraum­bewirtschaftung konkretisiert werden.

Dafür wird Gätgens, der in der Vergangenheit bei Terminen mit Sevecke als umsichtiger Mittler aufgefallen war, auch politisches Verhandlungsgeschick benötigen. Die Erfahrung bringt er mit: Seit 1981 ist er SPD-Mitglied, war 15 Jahre lang Abgeordneter der Eimsbütteler Bezirksversammlung. Nicht wenige behaupten, er sei von den ursprünglich elf Kandidaten der kompetenteste Verwaltungskenner. Seine Familie mit zwei Kindern wohnt nach wie vor in Schnelsen.

( nib )

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