Rotherbaum

Universität darf ins historische Postamt ziehen

Senat will das ehemalige Fernmelde- und Postamt an der Schlüterstraße anmieten, um es der Uni zur Verfügung zu stellen.

Hamburg. Eines der bekanntesten Gebäude im Uni-Viertel soll in Zukunft von der Universität genutzt werden: Der rot-grüne Senat will das ehemalige Fernmelde- und Postamt an der Schlüterstraße anmieten, um es der Uni zur Verfügung zu stellen. Auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Carsten Ovens antwortet der Senat: „Ja, eine Anmietung wird erwogen.“ Das ist deutlich konkreter als alle bisherigen Aussagen zu dem Thema. Die Gespräche mit dem Eigentümer, einem Schweizer Immobilienunternehmen, seien allerdings „noch nicht abgeschlossen“, so der Senat.

Das Gebäude wurde 1902 bis 1907 für die Reichspost errichtet und prägt mit seiner mehr als 130 Meter langen, im Stil der Neogotik errichteten Backsteinfassade die Schlüterstraße. Da es unmittelbar an den Campus grenzt, wurde immer wieder über eine universitäre Nutzung nachgedacht. Druck kommt nun unter anderem durch die geplante Sanierung des Philturms, die 2018 beginnen soll, in die Angelegenheit – denn dann benötigt die Uni dringend im großen Stil Ausweichflächen. „Es ist erfreulich, dass sich der Senat hier nun endlich bewegt“, sagt Ovens. „Allerdings bleibt es fraglich, warum die Stadt das Gebäude nicht schon vor Jahren gekauft hat. Die Möglichkeit hat es ja gegeben.“ Dass die Flächen nun angemietet werden sollen, sei „langfristig sicherlich nicht die beste Kalkulation“.