Hamburg

Flüchtlingsfamilien in Lokstedt erhalten Drohbriefe

Flüchtlinge unter Polizeischutz (Archivfoto)

Flüchtlinge unter Polizeischutz (Archivfoto)

Foto: Lars Berg / imago

Die Familien fanden die fremdenfeindlichen Schreiben im Briefkasten einer Folgeunterbringung. Staatsanwaltschaft ermittelt.

Hamburg.  Im Hamburger Stadtteil Lokstedt sind Flüchtlinge bedroht worden. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts haben zwei Familien Briefe mit fremdenfeindlichem Inhalt bekommen. Eine Sprecherin des städtischen Unternehmens Fördern & Wohnen bestätigte die Fälle.

Beide Familien lebten demnach in einer Folgeunterbringung in einem Mehrfamilienhaus. Die fotokopierten Schreiben waren in den Briefkasten geworfen worden. Der erste Fall hatte sich im November 2015 ereignet, der zweite Anfang Januar. Polizei und Staatsschutz wurden informiert.

„Die Staatsanwaltschaft führt Verfahren gegen Unbekannt und prüft die strafrechtliche Relevanz der Briefe“, sagte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Nana Frombach. Es geht um den Straftatbestand der Beleidigung (Paragraf 185 Strafgesetzbuch), der mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe geahndet wird.

Die Polizei schließt allerdings derzeit eine konkrete Bedrohungslage aus. „Zusätzliche Schutzmaßnahmen gibt es nicht“, sagte Polizeisprecher Jörg Schröder.