Hoheluft-West

Nach MEK-Einsatz: Polizei durchsucht weitere Objekte

Per Hubschrauber kam das MEK ins Penthouse an der Hoheluftchaussee. Polizei fand Waffen und Drogen und durchsuchte weitere Objekte.

Hamburg. Nach dem spektakulären Einsatz des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) an der Hoheluftchaussee, bei der am Donnerstag ein 26 Jahre alter Mann, seine Freundin und zwei „Besucher“ in Gewahrsam genommen wurden, hat die Polizei weitere Objekte, darunter eine Wohnung am Alten Teichweg im Stadtteil Dulsberg, durchsucht. Die Aktion richtete sich gegen Drogenhändler.

Mit dem Polizeihubschrauber waren am Donnerstagnachmittag Beamte des MEK eingeflogen, um die Penthouse-Wohnung auf dem sechsgeschossigen Gebäude zu stürmen. „Libelle“, so der Rufname des Helikopters, war direkt auf dem Dach gelandet. Gleichzeitig fuhren Beamte in einem zivilen Kleintransporter vor, umstellten das Gebäude und stürmten über das Treppenhaus in die Wohnung. Die Beamten der Spezialeinheit waren eingesetzt worden, weil die Ermittler Informationen bekommen hatten, nach denen der 26-Jährige eine Schusswaffe haben soll. Der Verdacht bestätigte sich. Bei der Aktion wurde eine scharfe Pistole gefunden und sichergestellt. Außerdem fand die Polizei, die bei der Durchsuchung auch einen Drogenspürhund einsetzte, eine kleinere Menge Kokain. Die vier Personen in der Wohnung waren von der Aktion vollkommen überrascht worden. Sie leisteten keinen Widerstand.

Bei einer zeitgleich durchgeführten Durchsuchung in Dulsberg konnten weiteres Rauschgift und eine Schreckschusswaffe sichergestellt werden. Die Ermittlungen dauern an. Alle in Gewahrsam genommenen Personen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Regelmäßig üben die Beamten der Spezialeinheit den Einsatz mit dem Hubschrauber, von denen die Hamburger Polizei über zwei verfügt. Kann der Hubschrauber nicht landen, können die Beamten auch im „Fast-Roping-Verfahren“ abseilen. Dabei gleiten die Beamten schnell hintereinander über ein dickes Seil in die Tiefe. Tatsächlich kommt der Hubschrauber für solche Aktionen wie in Hoheluft-West selten zum Einsatz. In der Regel ist „Libelle“ das fliegende Auge der Polizei, das zur Verkehrsüberwachung, im Hafen und entlang der Elbe im Einsatz ist. Dann geht es um Aufklärung oder das Aufspüren von Ölverschmutzungen, die aus der Luft gut zu erkennen sind und direkt zum Verursacher führen. Auch als schnelles Transportmittel, beispielsweise um Sprengmeister bis Neuwerk zu bringen, gehört zu den Aufgaben des Hubschraubers.