Harvestehude

Besorgte Krähen attackieren Polizisten und Passanten

Ein Junges der Krähen war aus dem Nest gefallen. Immer wieder attackierten die Vögel Fußgänger und Polizisten, die helfen wollten.

Hamburg. Wenn eines ihrer Jungen aus dem Nest fällt, verstehen auch Krähen keinen Spaß mehr - und nehmen es prompt auch mit Menschen auf. Das mussten am Montag in Harvestehude Passanten und Polizisten schmerzhaft am eigenen Leib erfahren.

Dort war in der Hallerstraße nämlich ein Krähenjunges aus dem Nest gefallen und das spazierte daraufhin im Gras herum. Die besorgten Eltern hatten den Verlust ihres Küken natürlich mitbekommen und wollten es vor der scheinbaren Bedrohung auf dem unsicheren Boden beschützen. Immer wieder attackierten sie im Sturzflug Fußgänger, die sich ihrem Nachwuchs näherten. Schließlich riefen Anwohner die Polizei.

Doch selbst von den Beamten in Blau ließen sich die Tiere nicht beeindrucken. Immer wieder pickten sie im Flug einen der Polizisten, der das Junge einfangen wollte, in den Kopf. Passanten versuchten, den Mann mit einem Regenschirm vor den Angriffen zu schützen. Schließlich gelang es, das Tier einzufangen. In einer Kiste wurde es ins Tierheim gebracht, das sich nun um das Findelkind kümmert. (HA)