Weihnachtsbaumverkauf

Wo es im Landgebiet die Tanne fürs Fest gibt

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Lena Diekmann
Nordmanntannen ab 60 Zentimeter bis hin zum stattlichen Drei-Meter-Baum gibt es bei Matthias Stubbe. In der Gärtnerei Stubbe am Norderquerweg 16 werden ab dem 11. Dezember Weihnachtsbäume verkauft.

Nordmanntannen ab 60 Zentimeter bis hin zum stattlichen Drei-Meter-Baum gibt es bei Matthias Stubbe. In der Gärtnerei Stubbe am Norderquerweg 16 werden ab dem 11. Dezember Weihnachtsbäume verkauft.

Foto: Privat

Viele Verkaufstellen in den Vier- und Marschlanden öffnen am 2. Adventswochenende. Das Angebot ist groß, die Preise meist stabil.

Hamburg. Soweit Sonja Stubbe sich zurückerinnern kann, gehören Tannenbäume in ihrer Familie nicht nur in der heimischen Stube zur Vorweihnachtszeit. „Schon meine Eltern haben Weihnachtsbäume verkauft“, sagt die 48-Jährige, die den Familienbetrieb seit 20 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Matthias in der fünften Generation führt. Mit einem Trecker und Anhänger fährt das Ehepaar nun wieder in die Heide, um die dort gewachsenen und frisch geschlagenen Nordmanntannen in die Vierlande zu holen.

Weihnachtsbaumverkauf der Gärtnerei Stubbe ab 11. Dezember an drei Standorten

Verkauft werden die Bäume vom 11. bis 23. Dezember auf dem Hof der Gärtnerei am Norderquerweg 16 von 9 bis 18 Uhr sowie in Geesthacht bei Expert an der Elbuferstraße von 10 bis 17 Uhr und neuerdings auch bei Rewe in Marschacht von 9 bis 18 Uhr.

„Wir freuen uns über viele treue Stammkunden, die den Weg zu uns nach Hause oder zu einem der anderen Standorte finden“, sagt Sonja Stubbe, die Nordmanntannen von 60 Zentimetern bis zu 3 Meter verkauft. Die Angebotstanne mit einer Größe von 1,80 bis 2 Meter kostet 25 Euro. „Die Preise sind bei uns konstant geblieben“, sagt Sonja Stubbe.

Preise für die Bäume sollen gleich bleiben

Trotz Inflation, Lieferengpässen und steigender Transport- und Personalkosten gehen Weihnachtsbaum-Pflanzer davon aus, dass Christbäume in diesem Jahr etwa gleich viel kosten werden wie im vergangenen Jahr. Das bedeutet, je nach Qualität kosten die Bäume zwischen 21 und 27 Euro pro laufendem Meter.

„Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Preise konstant bleiben, aber in einzelnen Segmenten kann es auch zu Preissteigerungen kommen“, prognostiziert Saskia Blümel, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Weihnachtsbaum­erzeuger.

Verkauf ist durch den Lockdown 2020 angestiegen

Die Corona-Auflagen im vergangenen Jahr hätten die Betriebe organisatorisch und von den Kosten her zwar belastet. Der Lockdown im vergangenen Winter habe aber den Absatz angekurbelt. „Die Menschen konnten ja nicht mehr verreisen und haben es sich daher zu Hause schön gemacht“, sagt Bernd Oelkers, Vorsitzender des Verbandes der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Niedersachsen, Hamburg und Bremen.

Viele kaufen bereits einen Baum zum 1. Advent

Viele Familien hätten sich gleich mehrere Weihnachtsbäume gekauft: Für den Garten, die Terrasse und den Wintergarten gleich zu Beginn des Advents und für das Wohnzimmer kurz vor Weihnachten. „Die Verkäufe vor dem ersten Advent waren im vergangenen Jahr 20 Prozent höher als üblich.“

Insgesamt seien in Deutschland rund eine Million Bäume mehr abgesetzt worden als in den Jahren zuvor. Saskia Blümel geht in diesem Jahr von einer etwa gleichbleibenden Nachfrage aus. Jedes Jahr werden in Deutschland 23 bis 25 Millionen Bäume verkauft.

Schlanke Tannen sind besonders gefragt

Aus Sicht der Weihnachtsbaumerzeuger fällt auf, dass die Menschen beim Kauf zunehmend zu kleineren Bäumen tendieren. „Das könnte der Tatsache geschuldet sein, dass es immer weniger Wohnraum und mehr Single-Haushalte gibt als noch vor ein paar Jahren“, mutmaßt Saskia Blümel.

Die durchschnittliche Baumgröße gehe in Richtung 1,50 bis 1,75 Meter, früher seien mehr große Bäume verkauft worden. „Für den Kunden ist es wichtig, dass der Baum schlank ist und wenig Platz wegnimmt.“

Verkaufsstellen in den Vier- und Marschlanden

Der Weihnachtsbaumverkauf vom Feld der Baumschule Wichhorst (Ochsenwerder Landscheideweg, Ecke Oortkatenweg) startet am Sonnabend, 4. Dezember. Montags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr gibt es diverse Baumarten, darunter Nordmanntannen und Blaufichten.

Der Vierländer Blumenversand (Durchdeich 47) bietet am zweiten und dritten Adventswochenende, 4./5. Dezember und 11./12. Dezember, Nordmanntannen an: sonnabends 10 bis 15 Uhr, sonntags 10 bis 16 Uhr. Montags bis freitags ist von 9 bis 13 Uhr und 16 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Lieferdienst innerhalb von Fünfhausen und Kirchwerder kostet 5 Euro, außerhalb 10 Euro.

Der Pflanzenhandel von Harald Meyer am Kirchwerder Landweg 381 ist montags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Am 10. Dezember öffnen die Verkaufsstände auf dem Frascatiplatz und am Walter-Rudolphi-Weg, montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. Verkauft werden Nordmanntannen und Blautannen.

Familie Busch verkauft auf dem Feld an der Ochsenwerder Landstraße 179 am dritten und vierten Advent, 12. und 19. Dezember, 10 bis 13 Uhr, Tannenbäume.

( mit dpa )