Landfrauenverband Hamburg

Spende für Kleidung für Kinder mit Handicap

Sandra Brunner zeigt Gundula Witthöft (l.) und Bärbel Roloff (r.) vom Förderkreis, worauf es bei der speziellen Kleidung ankommt.

Sandra Brunner zeigt Gundula Witthöft (l.) und Bärbel Roloff (r.) vom Förderkreis, worauf es bei der speziellen Kleidung ankommt.

Foto: Förderkreis des Landfrauenverbandes Hamburg

Wer ein behindertes Kind hat, der weiß, dass oftmals besonders geschnittene Kleidung notwendig ist. Diese stellt „einzigNaht“ her.

Hamburg. „Unsere Kleidung soll die tägliche Pflege der Eltern von Kindern mit Behinderung erleichtern“, sagt Sandra Brunner, Gründerin des Unternehmens „einzigNaht“. „Als Eltern eines behinderten Kindes mit Williams-Beuren-Syndrom, einer genetische Veränderung, kennen wir die tagtäglichen Herausforderungen bei der Suche nach passender Kleidung“, sagt Brunner.

2018 gründete sie mit ihrem Ehemann Christian Brunner „einzigNaht“, um maßgeschneiderte Kleidung für Kinder mit Behinderung anzubieten. In Deutschland gibt es etwa 250.000 Kinder mit Bedarf an individueller Kleidung. 2019 erhielt das Unternehmen für sein Konzept den „Gründergeist Award“ der Wirtschaftsjunioren in Hamburg. Unterstützung gibt es auch vom Förderkreis des Landfrauenverbandes Hamburg.

Förderkreis der Landfrauen unterstützt jedes Jahr eine Organisation

Jedes Jahr organisiert der Förderkreis eine Schrittzähleraktion mit dem Motto „Runter vom Sofa – ­jeder Schritt zählt“. Aus der Summe der gelaufenen Schritte wird am ­Ende die Spendensumme ermittelt. 43.600.000 Schritte waren es 2021. Ziel der Aktion ist es, die Menschen in Bewegung zu bringen. Mit den Einnahmen wird jährlich eine Organisation unterstützt.

Dieses Jahr wurde „einzigNaht“ ausgewählt, die nun eine Spende in Höhe von 436 Euro bekam. „Unsere Kleidung soll Lebensfreude ausstrahlen, was sich in fröhlichen Designs und durchdachten Funktionen widerspiegelt“, sagt Sandra Brunner. Ein Ballen mit zehn Metern Stoff kostet um die 500 Euro.

Der Förderkreis möchte Familien finanziell unterstützen, für die die Kleidung nicht erschwinglich ist. Mit der Spende werden Kleidungsstücke für Frühchen ohne störende Nähte und in spezieller Passform aus Wolle und Seide hergestellt. „Frau Brunner weiß aus eigener ­Erfahrung, welche Bedürfnisse an die Kleidung gestellt werden. Mich beeindruckt das Projekt“, sagt Bärbel Roloff, Vorsitzende des Förderkreises.

( bz )