Verkehr Hamburg

Zu viele Staus in Bergedorf: Straßensanierung verschoben

| Lesedauer: 3 Minuten
Lena Diekmann
Flickstellen und Schlaglöcher sollen auf dem Curslacker Heerweg verschwinden: Die Fahrbahn wird aber erst in den Herbstferien zwischen Curslacker Deich und Achterschlag neu asphaltiert. Durch Baustellen gibt es derzeit schon genug Verkehrsbehinderungen im Bezirk Bergedorf.

Flickstellen und Schlaglöcher sollen auf dem Curslacker Heerweg verschwinden: Die Fahrbahn wird aber erst in den Herbstferien zwischen Curslacker Deich und Achterschlag neu asphaltiert. Durch Baustellen gibt es derzeit schon genug Verkehrsbehinderungen im Bezirk Bergedorf.

Foto: Thomas Heyen

Die Sanierung des Curslacker Heerwegs wird kurzfristig in den Herbst verschoben. Die Verwaltung will weitere Staus im Bezirk vermeiden.

Curslack.  Die Infozettel für Anwohner waren bereits verteilt, die Baumaschinen der beauftragten Firma standen bereit zum Ausrücken: Eigentlich sollte am kommenden Montag die Sanierung der Fahrbahn vom Curslacker Heerweg beginnen.

Doch nun wird die Maßnahme noch einmal kurzfristig verschoben: Nach erneuter Überprüfung der derzeitigen Baustellensituation habe die Bergedorfer Verwaltung entschieden, die eigene Maßnahmen hintanzustellen, um die Bevölkerung nicht zusätzlich weiter zu belasten, erklärt das Bezirksamt.

Verkehrsbehinderungen wegen dreiwöchiger Sperrung für den Durchgangsverkehr

Die noch andauernden Bauarbeiten auf der direkt angrenzenden Autobahn 25 und auch auf der alternativen Route Bergedorfer Straße (B 5) bremsen nicht nur den Verkehr, sondern auch die Bauarbeiten in Curslack aus. Dabei stand eigentlich schon Ende 2020 fest, dass der 2,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen Achterschlag und Curslacker Deich in der zweiten Hälfte dieses Jahres saniert werden soll. Denn die 550.000 Euro, die für die Maßnahme einkalkuliert sind, stammen noch aus den 5,45 Millionen, die Bergedorfs Tiefbauabteilung im vergangenen Jahr bei der Senatskanzlei für Straßensanierungsarbeiten im Bezirk einwerben konnte.

Dadurch wurden in 2020 bereits sieben Abschnitte im Landgebiet asphaltiert. Danach war der Topf jedoch noch nicht leer: Das verbliebene Geld konnte durch eine Neubeantragung in das Jahr 2021 übertragen werden.

Curslacker Heerweg ist wichtigste Einfallstraße in die Vier- und Marschlande

Nun muss es aber wirklich bis Ende des Jahres ausgegeben werden. Neuer Asphalt auf dem Süderquerweg, dem Dreieichenweg, der Hermann-Distel-Straße und der Boberger Furt wurden dadurch bereits in den vergangenen Monaten finanziert. Nun soll der Curslacker Heerweg als letzte Maßnahme folgen.

Neben dem Curslacker Neuen Deich handele es sich beim Curslacker Heerweg um die wichtigste Einfallstraße in die Vier- und Marschlande. Nicht nur die Verkehrslast sei daher entsprechend groß, sondern auch die nachgewiesenen Schäden und auch die Beschwerdelage, bestätigt das Bezirksamt.

Straßensanierung in die Herbstferien verschoben

Schlaglöcher und Risse sollen Ende Oktober verschwunden sein: Für die Bauarbeiten sind jetzt die Herbstferien vorgesehen, die in Hamburg am 4. Oktober beginnen. Ein genauer Starttermin der Bauarbeiten ist noch nicht festgelegt.

Fest steht aber, dass die Straße drei Wochen lang für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden wird. Zunächst wird die Fahrbahnoberfläche auf insgesamt 17.000 Quadratmetern vier Zentimeter tief abgefräst. Busse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) können in der Zeit die Baustelle passieren, ebenso gelangen Anwohner und Gewerbetreibende zu ihren Grundstücken.

An zwei Tagen muss der Curslacker Heerweg für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt werden

Nur an zwei Tagen, an denen der neue Asphalt eingebaut wird, werden auch sie die frische Fahrbahn nicht befahren dürfen. Auch kaputte Bordsteine sollen ausgetauscht, Bushaltestellen, Bankette und Grundstücksüberfahrten an die neue Fahrbahn angepasst werden.

Im Anschluss folgen noch einige Restarbeiten, die aber unter laufendem Verkehr durchgeführt werden können. Dazu zählen das Aufbringen der neuen Fahrbahnmarkierungen, pflastern der Randbereiche und auch das Hochziehen von 230 Straßenkappen, die an die Höhe der neuen Fahrbahn angepasst werden müssen.