Generationenwohnen

Vierländer Kirchengemeinde baut ein „Haus am See“

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Lena Diekmann
Noch ist es eine Baugrube, doch bald soll hier ein neues Gebäude stehen: Christa Mohn und Hans-Hermann Mauer vom Kirchengemeinderat von St. Severini stehen an der Stelle, wo das „Haus am See“ am Sandbrack gebaut werden wird.

Noch ist es eine Baugrube, doch bald soll hier ein neues Gebäude stehen: Christa Mohn und Hans-Hermann Mauer vom Kirchengemeinderat von St. Severini stehen an der Stelle, wo das „Haus am See“ am Sandbrack gebaut werden wird.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Wo früher der Pastor wohnte, wird jetzt ein Mietshaus gebaut. Die Gemeinde St. Severini will ein „Generationenwohnen“ schaffen.

Hamburg. Genauso wie in Peter Fox’ Hit wird es am Ende der Straße stehen, das „Haus am See“. Zwar werden dann nicht wie im Lied Orangenbaumblätter auf dem Weg liegen, dafür wird es umgeben sein von alten Eichen und einer Reihe stattlicher Bäume. Am Ende des Lauwegs, direkt am Sandbrack, lässt die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Severini ein neues Gebäude bauen. „Wir freuen uns sehr auf unser ‘Haus am See’, wie der Arbeitstitel lautet“, sagt Hans-Hermann Mauer vom Kirchengemeinderat (KGR).

Nur noch ein paar lose Steine erinnern an der Stelle daran, wo bis vor wenigen Wochen noch das Pastorat von Fünfhausen stand. Während der Betriebsferien der benachbarten Kita wurde das Haus aus den 1970er-Jahren abgebrochen.

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Erste Idee einer Tagespflege erwies sich als nicht realisierbar

Nach dem Weggang von Pastor Gottfried Lungfiel aus der 4800 Mitglieder starken Gemeinde vor zwei Jahren stand das Pastorat leer. Als Zuhause eines Pastors wurde es nicht mehr gebraucht, da eine Wiederbesetzung aufgrund der reduzierten Pfarrstellen der Nordkirche nicht mehr möglich war. Zunächst habe die Gemeinde den Plan verfolgt, dort einen Standort für Tagespflege einzurichten.

Doch Gespräche mit mehreren sozialen Trägern führten zu der Erkenntnis, dass die Räumlichkeiten zu klein für eine solche Nutzung wären, erklärt Hans-Hermann Mauer. Noch dazu hätte die Gemeinde laut Schätzung eines Gutachters eine sechsstellige Summe in Renovierungsarbeiten investieren müssen, um das Gebäude zu erhalten.

Der Gemeindehaushalt soll nachhaltig gestärkt werden

Also entschied sich der KGR letztlich für den Abriss des alten Pastorats und den Neubau eines Gebäudes mit mehreren Mietwohnungen. „Das soll unseren Gemeindehaushalt nachhaltig stärken“, erklärt Mauer. Die genaue Anzahl der Wohnungen wird noch im Zuge der Baugenehmigung abgestimmt, die die Gemeinde hofft in den kommenden Wochen zu erhalten.

Fest steht allerdings, dass die Wohnungen im Erdgeschoss barrierefrei sein werden und alle Einheiten über eine Terrasse oder Balkon verfügen werden. Wunsch des KGRs ist es, dass in den etwa 60 bis 120 Quadratmeter großen Wohnungen Alleinstehende und Familien sowie Bewohner verschiedenen Alters ein neues Zuhause finden.

Angebote der Gemeinde St. Severini sollen integriert werden

„Wir möchten eine Art ‘Generationenwohnen’ ermöglichen und auch diverse Angebote der Gemeinde integrieren“, erklärt KGR-Mitglied Christa Mohn. So sei auch angedacht, dass die Bewohner den Saal des benachbarten Gemeindezentrums nutzen können.

Gerechnet werde etwa mit einem Jahr Bauzeit. Wenn alles optimal laufe, könne das „Haus am See“ im Herbst 2022 fertig sein, schätzt Mauer.