Parkplatz-Ärger

Wilde Camper sind am Oortkatenufer unerwünscht

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Die Stellplätze am Oortkaten-ufer sind für Fahrzeuge mit hohen Aufbauten gesperrt, weil sie von einigen Wohnmobilen als Dauerstellplatz genutzt wurden.

Die Stellplätze am Oortkaten-ufer sind für Fahrzeuge mit hohen Aufbauten gesperrt, weil sie von einigen Wohnmobilen als Dauerstellplatz genutzt wurden.

Foto: Lena Diekmann

Hamburg Port Authority sperrt neun Parkplätze für Wohnmobile. Flächen wurden häufig illegal als Dauerstellplatz genutzt.

Hamburg.  An den Einfahrten zu den neun Parkplätzen, die zwischen Windsurfing Hamburg und Marine Service Brandt am Oortkatenufer liegen, geht es nur noch weiter, wenn das Fahrzeug nicht höher als 2,10 Meter ist. Die Hamburg Port Authority (HPA) in deren Verantwortung die Plätze an der Hafenanlage liegen, sah sich zum Aufstellen der rot-weißen Einfahrtstore gezwungen, da die Parkplätze in den vergangenen Jahren vermehrt als Wohnmobilstellplätze und nicht als Parkplätze genutzt wurden, heißt es auf Nachfrage bei der HPA.

Wohnmobile wurden auf den Flächen dauerhaft abgestellt

Allein das Parken der Wohnmobile wäre aber noch kein Grund gewesen, um die Höhenbegrenzungen aufzustellen. Doch einige Wohnmobilfahrer hätten die Parkplatzflächen als Dauerstellfläche genutzt, indem sie ihr Mobil aufbockten und mit separatem Pkw anreisten und ihren Bootstrailer dauerhaft abstellten, erklärt HPA-Sprecherin Sinje Pangritz.

Dadurch sei es vermehrt zu Ärger gekommen: „Es wurden Feuerschalen und Brandrückstände zurückgelassen und in den Grünanlagen Müllbeutel entsorgt, die den Campern zuzuordnen waren“, erläutert die HPA-Sprecherin. Zudem wurden auch Lastwagen abgestellt und durch auf der Fahrbahn campierende Wohnmobile sei sogar ein Feuerwehreinsatz behindert worden.

Gespräche und Beschilderung zeigten keine Wirkung

Die Wohnmobilbesitzer seien aufgefordert worden, ihre Fahrzeuge raumsparend und nicht zum Campen zu parken. Dem sei jedoch nicht Folge geleistet worden, so Pangritz. Daher sahen sich Polizei und HPA gezwungen, weitere Maßnahmen zu ergreifen. „Zunächst wurden Gespräche mit den Wohnmobilbesitzern geführt, im nächsten Schritt eine Gewichtsbeschränkung bis 7,5 Tonnen angeordnet. Als keine Verhaltensänderung seitens der Wohnmobilfahrer zu erkennen war, wurden die Parkplätze nur für Pkw freigegeben“, erklärt Sinje Pangritz. Doch die Beschilderung wurde mehrfach durch Unbekannte abgebaut, um ein Abstellen von Wohnmobilen zu legalisieren. Als letzter Schritt wurden daher nun Durchfahrtsbegrenzungen aufgebaut.

Weniger Müll seit die Höhenbeschränkung steht

„Seit Aufbau der Höhenbegrenzungen ist die Vermüllung in den Grünanlagen zwischen den Parkplätzen erheblich zurückgegangen. Die HPA sah sich leider zu diesem konsequenten Schritt gezwungen, um ausreichend Parkraum für die Besucher des Naherholungsgebietes zur Verfügung stellen zu können. Einsicht zeigten leider nur wenige Wohnmobilfahrer“, sagt Sinje Pangritz.

( ld )