Forum Tideelbe

Umstrittene Öffnung der Dove-Elbe ist vom Tisch

Gegen den Plan, die Dove-Elbe wieder zur Stromelbe zu öffnen, hatte sich ein breites Protestbündnis gebildet.

Gegen den Plan, die Dove-Elbe wieder zur Stromelbe zu öffnen, hatte sich ein breites Protestbündnis gebildet.

Foto: Carsten Neff / NEWS & ART

Rot-grüne Koalition spricht sich gegen weitere Prüfung aus. Allein zwei Maßnahmen sollen weiter verfolgt werden.

Hamburg. Der umstrittene Plan, die Dove-Elbe wieder dem Einfluss von Ebbe und Flut auszusetzen, ist vom Tisch. „Die Machbarkeitsstudie des Forum Tideelbe zeigt, dass eine Öffnung der Dove-Elbe keine ausreichenden Verbesserungen für das Gesamtsystem Tideelbe mit sich bringt“, teilte Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, am Donnerstagabend mit. „Wir werden diese Variante nicht weiter verfolgen.“

Das Forum Tideelbe hatte nach vier Jahren und der Prüfung von über 20 denkbaren Maßnahmen seinen Abschlussbericht vorgelegt und verschiedene Maßnahmen zur weiteren, vertieften Prüfung empfohlen. Nach dem Willen der rot-grünen Koalition in der Bürgerschaft sollen dies allein die Wiederanbindung der Alten Süderelbe sowie der Haseldorfer Marsch sein.

„Im Rahmen dieser Prüfung sollen wichtige und drängende Fragen geklärt werden, die auf der Ebene der Machbarkeitsstudien noch nicht ausreichend behandelt werden konnten“, so Dominik Lorenzen, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion. Konkret seien Fragen der Auswirkungen auf den Obstbau und auf Privateigentum, des Austarierens von Naturschutzzielen und -ansprüchen sowie Veränderungen der Kulturlandschaft.

Einen entsprechenden Antrag soll am Freitag der Umweltausschuss beschließen.