Kein Nachwuchs

Damenchor Teutonia verkündet Abschied nach 40 Jahren

Das Konzert zum 40-jährigen Bestehen im Februar war zugleich das letzte: Der Damenchor Teutonia löst sich auf.

Das Konzert zum 40-jährigen Bestehen im Februar war zugleich das letzte: Der Damenchor Teutonia löst sich auf.

Foto: Gabriele Kasdorff / Lauenburg / Gabi Kasdorff

Chor hat keinen Nachwuchs gefunden. Nun müssen sie sich eingestehen, nicht mehr singfähig zu sein.

Kirchwerder. Im Februar hat der Damenchor Teutonia noch sein 40-jähriges Bestehen groß gefeiert. Das Konzert in der Aula der Schule Fünfhausen-Warwisch war mit etwa 100 Zuhörern ausverkauft. „Es war ein denkwürdiger Nachmittag für uns. Die Erinnerung wird uns immer begleiten“, sagt Vorsitzende Monika Nelson.

Jubiläumskonzert war gleichzeitig das letzte

Wenig später wäre solch ein Konzert aufgrund der Corona-Auflagen auch nicht mehr möglich gewesen. So wurde der runde Geburtstag des Damenchores gerade noch rechtzeitig gefeiert, um sich gebührend aus der Chorwelt zu verabschieden. Denn das Konzert war zugleich das letzte von Teutonia: Der Damenchor hat nun sein Ende beschlossen. „Alles hat eben seine Zeit“, sagt Monika Nelson.

Beim Konzert im Februar waren noch 14 Damen dabei, darunter sieben Gründungsmitglieder. Entsprechend hoch sei der Altersdurchschnitte mittlerweile. Und da kein Nachwuchs mehr nachkam, habe man sich nun zur Auflösung entschieden. „Damals hat unsere Chorleiterin schon angekündigt, dass wir neue Wege gehen müssen, aber nach weiteren Austritten mussten wir erkennen, dass wir nicht mehr singfähig sind“, erklärt Monika Nelson.

Wenn es darauf ankam, war der Zusammenhalt stets riesengroß

Nun wollen sich die Damen verabschieden und „allen danken, die uns in den vielen Jahren unterstützt haben“, sagt die Vorsitzende. Besonderer Dank gilt Chorleiterin Angelika Balster. „Sie hat uns fast 20 Jahre lang gezeigt, wie viel Spaß das Singen machen kann. Wir wünschen ihr für die Zukunft alles Gute“, sagt Monika Nelson.

Privat werden die Frauen weiterhin in Kontakt bleiben und sich treffen, schließlich seien in all den Jahren im Chor auch Freundschaften gereift. „Und wenn es wichtig war, dann haben wir immer zusammengehalten und dagestanden wie eine Mauer“, erinnert sich Monika Nelson.