Neuengamme. Auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme entsteht ein „Ort der Verbundenheit“. Es ist ein Angebot für Angehörige von KZ-Opfern.

Bernhard Esser war erst wenige Wochen alt, als sein Vater Rudolf im Februar 1944 ins Konzentrationslager Neuengamme verschleppt wurde. Der Schuhmacher aus Eimsbüttel überlebte. „Doch die absolute Willkür, die ständige Angst und die Brutalität, die er erlebt hat, waren für ihn die Hölle“, weiß Bernhard Esser. Er richtet nun einen sehr persönlichen Brief an seinen 1996 verstorbenen Vater: „Damit so etwas nie wieder geschieht, verspreche ich dir: Wir bleiben wachsam, wir schweigen nicht, wir greifen ein. Dein Berni.“