Kirchwerder

Wo das Warten auf den Bus nun richtig schön ist

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Bärbel-Marlen und Herbert Buhk, Gründer der Vierlanden Stiftung, vor dem Unterstand an der Haltestelle Kiebitzbrack, wo die Freiwillige Feuerwehr Krauel ganz im Mittelpunkt steht.

Bärbel-Marlen und Herbert Buhk, Gründer der Vierlanden Stiftung, vor dem Unterstand an der Haltestelle Kiebitzbrack, wo die Freiwillige Feuerwehr Krauel ganz im Mittelpunkt steht.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Die Vierlanden Stiftung lässt fünf Unterstände kunstvoll gestalten. Somit sollen Schandflecken an den Straßen verschwinden.

Kirchwerder. An den einst dunkelgrünen Wartehäuschen blieb kaum noch eine Stelle übrig, die nicht mit wildem Graffiti beschmiert war. Doch aus den unansehnlichen Unterständen an den Haltestellen Kiebitzbrack sowie Krummer Hagen sind in den vergangenen Wochen wahre Kunstwerke geworden. In Absprache mit dem Bergedorfer Bezirksamt als Eigentümer haben Herbert und Bärbel-Marlen Buhk, Gründer der Vierlanden Stiftung „Unsere Heimat“ die beiden Unterstände künstlerisch gestalten lassen.

Das Ehepaar, das aus den Vierlanden stammt und heute in Jesteburg lebt, setzt sich seit sechs Jahren mit ihrer Stiftung für ihre Heimat ein. „Wir möchten, dass die Schandflecken an den Straßen verschwinden“, sagt Herbert Buhk. An die 75 Verteilerkästen in den Vierlanden ließ die Stiftung bereits gestalten – davon 13 in diesem Jahr.

Motiv: Typische Vierländer Landschaft mit Reetdachhaus

Mit den Bushäuschen wagen sie sich nun erstmals an größere Flächen. Mehr als 30 Quadratmeter müssen dort von Graffiti-Künstler Vincent Schulze bemalt werden. An der Haltestelle Kiebitzbrack steht die Freiwillige Feuerwehr Krauel mit Haus, Fahrzeugen und Logo im Mittelpunkt. Unterstützt wurde das Kunstwerk von André Kröger von der Tischlerei Günter Kröger aus Neuengamme. Seine beiden Kinder Sina (19) und Felix (21), selbst Kameraden bei der FF Krauel, sind dort ebenso mit Bildern verewigt und werben für das Ehrenamt.

Auf dem Unterstand an der Haltestelle Krummer Hagen ist eine typische Vierländer Landschaft mit Reetdachhaus am Deich zu sehen. Auf der Rückseite wurde die Riepenburger Mühle verewigt, die nur einige Meter weiter steht. Dazu weisen Kilometerangaben zu Anfang und Ende des Elberadwegs, der dort auf dem Marschbahndamm entlang verläuft.

Drei weitere Unterstände werden im Laufe des Juli noch hübsch gemacht: An den Haltestellen Odemanns Heck, Curslacker Brückendamm und Achterdiekbrücke sollen bald Motive wie der Ernteumzug, Gewächshäuser oder Rosen zu entdecken sein. Und selbst Vierlanden im Schnee soll dort zu sehen sein, verrät Herbert Buhk.

Wer die Vierlanden Stiftung unterstützen möchte, bekommt Infos und Kontakt im Internet: www.vierlandenstiftung.de.

( ld )