Grossfeuer

Moorfleet: Mehrere Boote und Wohnwagen gehen in Flammen auf

Carsten Neff
In der Nacht zum Freitag sind Boote, Wohnanhänger und Wohnmobile in einem Sportbootlager am Holzhafenufer in Moorfleet in Brand geraten.

In der Nacht zum Freitag sind Boote, Wohnanhänger und Wohnmobile in einem Sportbootlager am Holzhafenufer in Moorfleet in Brand geraten.

Foto: Michael Arning

In der Nacht zu Freitag hat es einen Großbrand in einem Bootslager am Holzhafen in Moorfleet gegeben. 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Moorfleet. Meterhoch schossen die Flammen in den Nachthimmel, immer wieder knallte es laut, als mehrere Gasflaschen explodierten. Gegen 1.30 Uhr alarmierten Anwohner die Feuerwehr, nachdem sie den Feuerschein hinter der Lagerhalle gesehen hatten. Auf einer Freifläche von etwa 90 Quadratmetern, angrenzend an eine Lagerhalle,standen mehrere Boote, Wohnanhänger und Wohnmobile im Vollbrand.

Die Feuerwehr rückte mit 70 Feuerwehrleuten an, hatte aber schon Schwierigkeiten bei der Anfahrt: "Die Einsatzstelle liegt in der Nähe eines Naturschutzgebietes. Die Zuwegung war schwierig, nur über eine enge Deichstraße möglich", sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch die Wasserversorgung war eine Herausforderung. Um an ausreichend Löschwasser zu gelangen, mussten die Helfer eine Schlauchleitung über mehrere Hundert Meter verlegen. Das Löschboot musste den Einsatz aufgrund von Niedrigwasser vorzeitig abbrechen. Starke Rauchentwicklung sowie der Zerknall mehrerer Druckgasbehältern und Campinggasflaschen, mit umherfliegenden Teilen, behinderten ebenfalls den Löscheinsatz.

Übergreifen auf Lagerhalle verhindert

Erst nach rund zwei Stunden waren die Flammen gelöscht. Durch einen umfassenden Löschangriff gelang es den Feuerwehrleuten, ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzende Lagerhalle zu verhindern. Insgesamt waren Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Billstedt, Innenstadt, Berliner Tor und der Technik- und Umweltschutzwache sowie die Freiwilligen Feuerwehren Moorfleet, Spadenland, Fünfhausen, Eißendorf und Hohendeich im Einsatz.

Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest, der Schaden dürfte sechsstellig sein. Brandermittler der Kripo sollen die nun die Ursache ermitteln. Während des Einsatzes hatte die Feuerwehr etwa 20 bis 30 Menschen auf dem Gelände angetroffen, die im Holzhafen auf Hausbooten leben. Alle wurden unverletzt in Sicherheit gebracht. Die Polizei übernahm anschließend die Unterbringung in einer nahegelegenen Sporthalle.