Rieck-Haus

21. Erdbeerfest: Weit mehr als nur rote Früchte

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Zaneta Kraskowska (links) und Vanessa Vogelsang, beide Bufdis bei der Bergedorfer Museumslandschaft, verteilen Erdbeeren an die Festgäste.

Zaneta Kraskowska (links) und Vanessa Vogelsang, beide Bufdis bei der Bergedorfer Museumslandschaft, verteilen Erdbeeren an die Festgäste.

Foto: Lena Diekmann / BGZ/Diekmann

Curslack. Es ist der Höhepunkt des Jahres am Rieck-Haus: Zum 21. Mal wurde das Erdbeerfest gefeiert. Besucher bleiben dem Fest treu.

Die Heringe vom Kuchenzelt konnten den heftigen Windböen und Regenschauern nicht mehr standhalten, lösten sich am frühen Sonnabendmorgen aus dem Boden, ein Aussteller-Pavillon landete gänzlich im Graben. Mehr Verluste sollte das 21. Erdbeerfest am Rieck-Haus aber nicht zu beklagen haben.

Pünktlich zum Fest ist das Unwetter vorüber

Denn das heftige Gewitter hatte sich glücklicherweise noch vor Eröffnung des Festes wieder vom Himmel über Curslack verzogen. Die Unwetter-Prognose blieb – was offenbar einige Besucher davon abhielt, sich auf den Weg zum Gelände des Freilichtmuseums zu machen. Denn die Besucherdichte war deutlich geringer als an sonnigen Sonnabenden vergangener Jahre.

Kleine Ferkel sind die großen Stars

Der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch: „Es war trotzdem belebt, und wir hatten insgesamt mehr Besucher, als wir aufgrund des Wetters erwartet hätten“, sagt Dr. Schanett Riller, Leiterin der Bergedorfer Museumslandschaft. Mitarbeiterin Lydia Goldschmidt erkennt für die Besucher auch Vorteile darin, dass es nicht so voll war: „Die Tiere konnten gleich mehrmals gestreichelt werden“, sagt sie. Neben den Alpakas vom Erlebnisbauernhof Burmester oder Hühnern und Hähnen der Züchter vom Geflügelzuchtverein Vierlandria gab es besonders viel Aufmerksamkeit für die vier Tage alten Bentheimer Ferkel, die Hobbyzüchter Jürgen Vollertsen am Rieck-Haus hält.

Sonniger Start in den Sonntag mit Gottesdienst

Und während der Kinderchor der Grundschule Curslack-Neuengamme passend zum Fest „Sööt un saftig, lecker, lecker Erdbeeren“ sang, freuten sich die Aussteller in der Scheune und im Zelt über Kunden: Holzspielzeug und Taschen, Decken und Kissen, Keramik und selbst gemachte Seifen wurden dort angeboten. Dabei spann Gabriela Pohl fleißig an ihrem Handspinnrad: „Sowohl die Stricksachen als auch die Schaffelle sind alles Vierländer Produkte.“

Nach dem Gewitter am Sonnabend begann der Sonntag dafür umso sonniger: Pastor Alexander Braun der Curslacker Gemeinde St. Johannis feierte mit zahlreichen Gästen einen fröhlichen Gottesdienst zu Ehren der „Königin der Früchte“, so Alexander Braun.

Weniger Besucher am Sonnabend, dafür umso mehr am Sonntag

Die Vielfalt des Festes – von Vierländer Tradition über Handwerkskunst, Tieren, Spielen für Kinder, Musik und allerhand Köstlichkeiten – kam bei den Besuchern gut an: „Ich bin zum ersten Mal hier und bin begeistert. Ich werde mir hier noch etwas an den Ständen aussuchen und natürlich Erdbeeren essen“, sagte Heidemarie Mettenet.

Der sonnige Sonntag bewegte offenbar deutlich mehr Gäste zur Fahrt an den Curslacker Deich und glich die schwächeren Zahlen vom Vortag aus: Am Ende zählten Dr. Schanett Riller und ihre Mitarbeiter 4500 Besucher. Damit bleibt die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren konstant. „Wir sind zufrieden“, sagt Schanett Riller.