Bergedorf.

Kosten durch Bodendenkmäler?

Anfrage  CDU-Bürgerschaftsabgeordnete haken beim Senat nach

Bergedorf.  Die Aufregung war groß, als Tausende Hamburger vor gut einem Monat Post vom Archäologischen Museum erhielten. Darin wurde ihnen mitgeteilt, dass sich ein Bodendenkmal auf ihrem Grundstück befindet. Über die Folgen blieben die gut 12.000 Adressaten ebenso ratlos wie über die genaue Lage der Bodendenkmäler. Die sollten sie mit Hilfe einer kryptischen Zahlenfolge über das Hamburger Geo-Portal online selbst suchen. An den Bergedorfer Grundeigentümerverein und die Anwaltskanzlei Klemm & Partner wendeten sich diverse Angeschriebene mit der Bitte um Hilfe (wir berichteten).

Richard Seelmaecker und Jörg Hamann, CDU-Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft, haken nun noch einmal beim Senat nach: In einer Kleinen Anfrage bemängeln sie nicht nur die grammatikalische als auch inhaltliche Formulierung einiger Sätze in den Schreiben, die sogar Zweifel an der Authentizität der Briefe aufkommen ließen. Sie möchten auch insgesamt 13 Fragen beantwortet wissen. So wollen sie ebenso erfahren, wie sich die Lage der betroffenen Grundstücke nach Bezirken und Stadtteilen differenzieren lassen, und ob das Vorgehen des Archäologischen Museums mit der zuständigen Behörde abgestimmt war. Ebenso soll dadurch in Erfahrung gebracht werden, ob das Museum genaue Informationen darüber hat, was für eine Art von Denkmal sich unter den jeweiligen Grundstücken befinde und warum ausgerechnet diese schützenswert seien. Nicht zuletzt geht es um Pflichten, die sich für die angeschriebenen Eigentümer ergeben, als auch welche Kosten ihnen drohen.

Die Anfrage soll Ende dieser Woche beantwortet sein.