Stellfläche

Wohnmobile finden erst 2022 Platz

Wohnmobilstellplätze wie der „Am Schiffertor" in Stade (Archivfoto) sind in Hamburg knapp. Dies soll sich ändern.

Wohnmobilstellplätze wie der „Am Schiffertor" in Stade (Archivfoto) sind in Hamburg knapp. Dies soll sich ändern.

Foto: Thomas Sulzyc

Billwerder. Drei Hektar große Fläche am Dweerlandweg ist noch bis Ende 2021 als Kleilager gebunden.

Billwerder.  Touristen, die in Hamburg ihren Wohnwagen oder ihr Wohnmobil abstellen wollen, finden dafür nur wenige große Plätze, die mit Wasser- und Stromanschlüssen ausgestattet sind. Die CDU-Fraktion im Regionalausschuss möchte dies ändern und griff alte Überlegungen auf. Die Politiker haben eine städtische Fläche am Dweerlandweg in Billwerder wieder auf die Agenda der Behörden gebracht. Dort könnten Durchreisende und andere Kurzzeitgäste in Autobahnnähe ihre Wohnmobile abstellen. Die Nähe des S-Bahnhofs Billwerder-Moorfleet ermöglicht Abstecher in die Innenstadt.

Die Bezirksversammlung beauftragte Bezirksamtsleiter Arne Dornquast damit, die drei Hektar große Fläche zwischen Eisenbahngleisen, Kleingärten, ausgewiesenen Ausgleichs- und Gewerbeflächenfläche sowie dem Kiesabbau der Firma RBS auf ihre Eignung hin prüfen zu lassen. Das Ergebnis liegt nun vor.

Fläche grundsätzlich geeignet

Die Prüfung ergab, dass die Fläche grundsätzlich geeignet sei, aber noch bis Ende 2021 als Kleilager für den Deichbau dient. „Zu gegebener Zeit wird zu prüfen sein, ob eventuell eine Verlängerung für diese Nutzung benötigt wird“, heißt es in der Mitteilung an den Regionalausschuss.

Lärm- und Verkehrsbelastung müssen geprüft werden

Es müsse auch noch geprüft werden, inwieweit die am Alten Landweg lebenden Menschen mit Lärm und Straßenverkehr belastet würden, wenn dort ein Wohnwagen-Platz genehmigt würde. Eine Entwicklung der Fläche für eine Wohnmobilnutzung wäre aufgrund des jetzigen Planungsrechts (Außengebiet/Außenbereich) nur über die Aufstellung eines Bebauungsplans möglich. „Dieser müsste in seiner Priorität gegenüber wichtigen anderen anstehenden Bebauungsplanverfahren für den Wohnungsbau abgewogen werden“, heißt es in der Mitteilung weiter. Da die Fläche aber frühestens 2022 als Stellplatz genutzt werden könnte, sei die Entscheidung über die Aufstellung eines B-Plans „zu einem späteren Zeitpunkt“ möglich.