Vermittlung

Arbeiten mit Handicap? Selbstverständlich!

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Wiebke Schwirten
Sabine Schnau vermittelt auch Menschen mit Handicap in Arbeit.

Sabine Schnau vermittelt auch Menschen mit Handicap in Arbeit.

Foto: Wiebke Schwirten / BGZ

Kirchwerder. Sabine Schnau aus Kirchwerder betreibt in Lohbrügge eine einmalige Vermittlungs- und Beratungsstelle.

Kirchwerder.  Ihre Ausstrahlung ist immens, ihr Können überzeugt: Sabine Schnau aus Kirchwerder erkennt schnell, wer vor ihr steht, was sie fordern und wie sie helfen kann. Zielgenau bringt sie Menschen mit Unternehmen, Trägern und Organisationen zusammen – auch solche mit einem bunten Lebenslauf, Menschen mit Handicap, Hilfesuchende mit Migrationshintergrund. Am Montag, 12. Oktober, öffnet sie in der Alten Holstenstraße 17 ihr ganz besonderes Personal- und Arbeitsvermittlungsbüro, das bundesweit seinesgleichen sucht.

Großes Netzwerk und viele Wege der Unterstützung

„Arbeiten mit Handicap? Selbstverständlich“, sagt Sabine Schnau. Ihre Söhne liefern beste, mutmachende Beispiele. Trotz deren unheilbaren Krankheit Neuronale Ceroid Lipofuszinose (NCL), die mit einem körperlichen und kognitiven Verfall einhergeht, hat Sabine Schnau ihnen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben erkämpft – inklusive Ausbildung und Arbeit. Sie gründete nicht nur den Verein „Nächstenliebe“ und unterstützt seit Jahren ein einzigartiges Forschungsprojekt zu NCL am Universitätskrankenhaus Eppendorf. Sie knüpfte in ihrem Engagement zudem ein großes Netzwerk zu Behörden, Arbeitgebern und Institutionen, erschloss bis dahin unerkannte Wege der Unterstützung.

An der alten Holstenstraße für Hilfesuchende da

Mit diesem wertvollen Rüstzeug ist sie schon seit einigen Jahren auch für andere da. Sie hatte sich zunächst in Hamm selbstständig gemacht, ist jetzt über Kontakte zum BID Alte Holstenstraße nach Lohbrügge gewechselt. In der Nähe zum Bahnhof, Arztpraxen, dem Arbeitsamt und der Bücherhalle ist ihr Wirkungskreis noch größer, ist sie noch zentraler zu erreichen für alle, die ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Ihre Richtung ist dabei ganz klar: „Ich vermittle nicht Menschen mit Handicap, weil sie ein Handicap haben, sondern, weil sie etwas können“, sagt Sabine Schnau. Zudem bietet sie Bewerbungscoachings an, möchte unter anderem auch Flüchtlinge in Deutsch unterrichten. Sprachbarrieren sind für die Fremdsprachenkorrespondentin zumeist kein Problem, notfalls sorgt sie für entsprechende Dolmetscher – selbst in Gebärdensprache. An der Alten Holstenstraße finden nicht nur Schreibtische und ein Infotresen, sondern auch ein Schulungsraum Platz.

Auch Arbeitgeber werden beraten

So wie Arbeitnehmer kann Sabine Schnau auch Arbeitgeber kompetent beraten, die eine spezielle Kraft suchen. Sie weiß, welche Fähigkeiten die Menschen auszeichnen, die über sie vermittelt werden möchten und welches Anforderungsprofil dazu passt. Sie liefert beiden Seiten ein Komplettpaket, weiß wo es Förderungen gibt, wie man sie beantragt, fährt zu den entsprechenden Stellen, vermittelt, telefoniert und verhandelt, bis eine optimale Lösung gefunden ist.

Internetinfos zur Personal- und Arbeitsvermittlung Sabine Schnau gibt es unter www.pav-schnau.de . Per Telefon ist Sabine Schnau unter der Nummer (0 40) 25 49 68 90 zu erreichen.