Störche

Gemachtes Nest für Adebar

Allermöher Deich: Naturschützer versetzen Mast und Horst

Exakt 37 Jahre hielt er Wind und Wetter stand. Beim letzten Sturm krachte der morsche Mast mit dem Storchenhorst ächzend zu Boden und lag seitdem im Garten des Hauses am Allermöher Deich 484. Jetzt nahmen sich Storchenvater Jürgen Pelch und Dr. Christian Gerbich vom Hamburger Naturschutzbund des unbewohnbaren Nestes an. "Es wird höchste Zeit, denn wir erwarten jeden Tag den ersten Storch zurück", sagt Pelch.

So hob ein Bagger ein Loch an exakt der Stelle aus, an der der alte Mast stand. Dass er über kein Fundament verfügte, vereinfachte die Erdarbeiten. Wenige Meter entfernt stand ein zweiter Mast samt Horst auf dem Grundstück, "den die Störche aber nie benutzt haben", sagt Pelch. Ihn ließen die Naturschützer samt Fundament ausbuddeln und platzierten in an die Stelle des alten Horstes. In den Metallkorb flochten Pelch und Gerbich Weidenruten, zum Schluss wurde er noch mit Moos und anderen weichen Materialien ausgepolstert.

Nun erwartet das Storchenpaar vom Allermöher Deich ein kuscheliges Nest, "das jetzt erst einmal wieder hält", sagt Gerbich. Die Allermöher Störche kehrten übrigens über viele Jahre als erste zurück, wurden dann aber von Rolf und Maria abgehängt. So traf Rolf 2014 am 12. Februar auf dem Horst am Achterschlag ein, Maria drei Wochen später.

( (wi). )