Allermöhe

Schüler helfen Schülern - Anruf genügt

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Sanitätsdienst: Jugendliche engagieren sich an der Stadtteilschule Kirchwerder

Knie aufgeschlagen, Nasenbluten oder plötzliche Übelkeit: Der Schulsanitätsdienst ist sofort zur Stelle. Verbände anlegen, beruhigen, stabile Seitenlage, beatmen und Herzmassage - all' das lernen derzeit 16 Jugendliche der Stadtteilschule Kirchwerder für den ersten Schulsanitätsdienst am Kirchwerder Hausdeich 341.

In Grundlagen- und Auffrischkursen vermittelt Tim Schönborn vom Jugendrotkreuz im DRK-Haus am Allermöher Deich den 13- bis 18-Jährigen Grundlagen der Ersten Hilfe. Ab Klasse acht werden die Ersthelfer aktiv eingesetzt, die Jüngeren sorgen für die Nachhaltigkeit der Aktion.

Entstanden ist die Idee bei einer Sportfachkonferenz, bei der Lehrer Ole Opitz die Einrichtung vorschlug. Gemeinsam mit Kollegin Ann-Kathrin Holm betreut er nun das Projekt, das finanziell vom Schulverein unterstützt wird. "Das ist eine wichtige und gute Sache, die im Schulverein sofort positiven Anklang fand", begründet Vorsitzende Martina Budde das Engagement. Etwa 46 Prozent der Eltern sind Mitglied im Schulverein und bekommen über den Schulsanitätsdienst ein anschauliches Beispiel, wohin ein Teil des Geldes fließt - was vielleicht noch mehr Eltern überzeugt, dem Verein beizutreten.

Tom Aue (13) gehört zu den jüngsten Teilnehmern, ist aber schon Profi in Sachen Erste Hilfe: "Ich habe das schon bei der Jugendfeuerwehr gelernt und da war es für mich ganz klar, dass ich auch zum Schulsanitätsdienst will." Malika Habermann erklärt ihre Motivation so: "Ich helfe einfach anderen gern." Es gebe viele Events und Sportturniere an der Schule und "da kann immer mal was passieren. Wir müssen hoffentlich nicht gleich jemanden wiederbeleben. Aber bei kleineren Sachen können wir schnell helfen." In Dreierteams sind die Schulsanitäter jeweils für zwei Tage im Einsatz, spezielle Handys helfen bei der Alarmierung durch einen Lehrer. In einem Sanitätsraum finden sich Verbandsmaterial und ein Ersthelfer-Rucksack.

Am Sonnabend wollen die Jugendlichen ihren Sanitätsdienst beim "Tag der offenen Tür" zwischen 11 und 15 Uhr vorstellen.

( (ten). )